Heinsberg: Gedenken an jüdische Opfer des Naziterrors

Heinsberg: Gedenken an jüdische Opfer des Naziterrors

Im Rahmen einer beeindruckenden Feierstunde wurde auf dem jüdischen Friedhof in Erkelenz der Opfer und Leiden der jüdischen Mitbürger durch die Nazidiktatur gedacht. Unter der Leitung der Schulseelsorgerin Stephanie Graßhoff hatten Schüler der Hauptschule die Feier vorbereitet.

Sie gestalteten die Feierstunde auch mit, unterstützt von ihrem Lehrer Josef Adams und musikalisch begleitet von den Lehrpersonen David Braun und Julia Kaun.In diesem Jahr stand die Geschichte der Familie Weinberg im Mittelpunkt der Gedenkfeier.

Auch Bürgermeister Peter Jansen gedachte in seiner Rede der schrecklichen Ereignisse vor 75 Jahren. Den Teilnehmern an der Feierstunde gestand er zu, ein Zeichen zu setzen. Es gehe nicht darum, Schuldzuweisungen zu machen sondern darum, das Bewusstsein zu schaffen, nicht still zu bleiben und die schrecklichen Erfahrungen aus dem Dritten Reich als gesellschaftliches Wissen zur Verhinderung ähnlicher Entwicklungen zu nutzen.

Eine regelmäßige Auffrischung der schlimmen Ereignisse sei die beste Methode gegen ein Vergessen. Der Bürgermeister stellte fest, auch in Erkelenz sei die Pogromnacht für die jüdische Bevölkerung ein einziger Alptraum gewesen.

(koe)
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