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GdG Heinsberg-Waldfeucht

GdG Heinsberg-Waldfeucht : Ein Dankeschön mit Eucharistiefeier, Ehrenamtsfest und Kabarett

Ein Ort für Kultur, Freizeit, Bildung und Religion war die Kirche „St. Maria Schmerzhafte Mutter“ in Unterbruch für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GdG Heinsberg-Waldfeucht beim Ehrenamtsfest.

Nach einer Eucharistiefeier wartete die Gemeinschaft der Gemeinden mit dem Programm des Kirchenkabarett-Ensembles „Kirchturmspitzen“ auf und bedankte sich für das Engagement bei ihren Mitgliedern.„Beim jährlichen Danksagen wollten wir diesmal neben dem geselligen Beisammensein ein Highlight mit dem Kabarett setzen“, betonte Ingrid Beiten, Verantwortliche im Projekt Sundayte und Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe „Wir vernetzt im Glauben“.

Zuvor hatte Propst Markus Bruns mit seinem Hinweis auf Willibert Pauels Motto „Humor ist der Dung im Garten des Lebens“ den geselligen Teil der Feier eingeläutet.

Was den mehr als 200 Teilnehmern dann geboten wurde, war ein kabarettistischer Mix aus humorvollem Hinterfragen des GdG-Alltags, kritischen Anmerkungen zum Diskurs der Kirche zu modernen gesellschaftlichen Entwicklungen und den kleinen Schwächen im Verhalten der Gläubigen. Das Ensemble, aktuell aus Annemie Corr, Monika Dörfler, Norbert Dreßen, Peter Körfer und Rolf Obrecht bestehend, unterstützt von Hedi Simons für die Texte und Kalle Dörfler sowie Andreas Uebachs für die Technik, traf gleich mit ihrem ersten Beitrag das Lachzentrum des Publikums. Eine kurze Wochenendfahrt der Firmlingsgruppe wurde von einem Ansturm von Erziehungsaufträgen seitens der Eltern für die Betreuer begleitet. Da sollte wohl der ein oder andere im Publikum sich wiedererkannt haben.

Ein Höhepunkt war der Sketch zum „Beichtomat“. Die modernen Medien machen auch vor der Kirche nicht Halt. Wegen des Priestermangels stand ein Automat für das Beichten der Sünden zur Verfügung. Eine Auswahl an möglichen Sünden korrespondierte mit unterschiedlichen Betragshöhen für die Vergebung. Die Dialoge von Annemie Corr und Monika Dörfler verursachten eine Lachsalve nach der anderen: „Sollen wir mal einen Euro riskieren? Komm´ ich lade dich ein!“, lautete eine der Humorspitzen.

Den eigenen Spiegel vor Augen geführt zu bekommen, war oft genug Anlass im Publikum für das Lachen über sich selber. Spitzenmäßig zusammengefasst vom Kabarett auch die kurzen Gespräche beim Treffen auf der Straße: „Egal, was du hast, ich habe es schlimmer!“ Die Programmpunkte „ein Gebet für zwischendurch“ zeigten auch hier, was oft daraus gemacht wird: „Lieber Gott, du hast mir die Kindheit und die Jugend genommen, meine Frau habe ich nun auch schon lange, nur so zur Erinnerung“ oder „Du hast in diesem Jahr so viele Lieblings-Stars meiner Jugend schon zu dir geholt, selbst Nobelpreisträger Kofi Anan, kann ich dir jetzt ein paar Namen meiner Lieblingspolitiker nennen?“

Und manchmal wurde auch schwere Kost aufgetischt wie beim Umgang mit den Flüchtlingen oder der Integration von homosexuellen Lebensgemeinschaften in die Gemeinden. Auch da traf das Ensemble den Ton und die humorige Verpackung erreichte die Zuhörer. Der Beifall für diese Themen zeigte an, dass die Gläubigen in der Kirche von unten die modernen Entwicklungen der Gesellschaft toleriert und das Motto „Wir vernetzt im Glauben“ vorlebt.