Ganztagshauptschule in der Schlee: Lernzeit und Projekte am Nachmittag

Ganztagshauptschule : Lernzeit und Projekte am Nachmittag

Die Ganztagshauptschule in der Schlee lädt zu einem Tag der offenen Tür am Samstag, 2. Februar, 9 bis 12 Uhr, ein. Dann kann in den Unterricht hineingeschnuppert werden.

Die Schüler sorgen für das leibliche Wohl. Im Fokus des diesjährigen Tages der offenen Tür steht der neu gestaltete Nachmittagsunterricht. In dem Bestreben, den Schulnachmittag für die Schüler und Lehrkräfte möglichst effektiv zu gestalten; wurde der Nachmittagsunterricht zu Beginn des Halbjahres neu gestaltet.

Nachmittagsunterricht kann ganz schön anstrengend sein. Schon bis 13 Uhr die Aufmerksamkeit hoch zu halten, fällt vielen Schülern schwer. „Da ist selbst nach einstündiger Mittagspause bei vielen Schülern einfach die Luft heraus“, betont die Schule. Die Folgen seien oftmals fehlende Konzentration, eine unruhige Lernatmosphäre und eine geringere Lernmotivation. Daher versucht die Ganztagshauptschule, diesem Phänomen Rechnung zu tragen. So wurde für die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Nachmittagsunterricht neu konzipiert.

Der Nachmittagsunterricht wird aufgeteilt in eine 40-minütige Lernzeit und eine 80-minütige Projektstunde. Die Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 werden in einer so genannten Lernzeit mit grundlegenden Kompetenzen vertraut gemacht, angefangen vom Schrifttraining über das Konzentrationstraining bis hin zur Eigenstrukturierung nach dem Motto „Lernen lernen“.

Nach dieser Lernzeit wechseln die Schüler jahrgangsübergreifend in verschiedene Projektgruppen, die entweder sechs oder zwölf Einheiten umfassen und die von einzelnen Fachgruppen ausgearbeitet und den Fachkonferenzen genehmigt worden sind. Die Gruppen sind mit maximal 15 Schülern besetzt und durchlaufen nach festem Plan die einzelnen Projekte. Im Vordergrund stehen handlungsorientierte Projekte, die fest in den Lehrplan eingebunden sind. Auch werden die Schüler in den einzelnen Projekten benotet, die Note fließt in die jeweilige Fachnote ein. Die Projekte werden begleitet von einem oder mehreren Fachlehrern, teilweise unterstützt von externen Lehrkräften, so dass acht Projekte gleichzeitig laufen.

Zu Anfang des Schuljahres haben die Schüler für diesen Nachmittagsunterricht einen Projekthefter erhalten, das so genannte „NaUnt-Buch“. In dieses Projekttagebuch tragen die Schüler in vorgestaltete Masken die Inhalte der Projektstunden ein, lernen sich selbst einzuschätzen, bekommen ein Verhaltens- und Notenfeedback und die Lehrkräfte können Bemerkungen für die Eltern zu Hause eintragen. „Die Schüler wissen, dass die Projekte zeitlich begrenzt sind und dass nach einiger Zeit ein Projektwechsel ansteht.

So kann zum Beispiel nach dem Steinzeitprojekt des Faches Geschichte ein Theaterprojekt des Faches Deutsch folgen, dem Musikprojekt ein Sportprojekt“, betont die Schule. Das Angebot an Projekten ist abwechslungsreich und reicht von naturwissenschaftlichen über gesellschaftswissenschaftliche bis hin zu Deutsch-, Mathematik- und Sportprojekten. „Ziel ist, dass der Unterricht abwechslungsreicher wird, die Schüler dadurch eine höhere Lernmotivation erlangen, die Lernatmosphäre ruhiger wird und sie dadurch mehr Selbstständigkeit und größere soziale Kompetenz erlangen, heißt es.

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