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Funkloch: Nutzer melden weiße Flecken im Kreis Heinsberg

Karte der Bundesnetzagentur : Nutzer melden Funklöcher im Kreis Heinsberg

Auf der interaktiven Karte der Bundesnetzagentur können Nutzer seit einem Jahr melden, wo die Funklöcher in Deutschland sind. Es wird aber auch sichtbar, an welchen Stellen die Netzabdeckung schon gut ist.

Während bundesweit die Rede vom 5G-Netz ist, gibt es im Kreis Heinsberg noch immer genügend Orte, an denen es gar keine Netzabdeckung gibt. Das geht aus einer Datensammlung der Bundesnetzagentur hervor. Grundlage ist eine App, in der die Nutzer seit einem Jahr Funklöcher aufspüren und melden können.

In der interaktiven Karte wird genau nach Ort und Netzbetreiber aufgeschlüsselt, wie es um den Empfang bestellt ist. Alle Anbieter sind vertreten: Telekom, Vodafone und Telefónica, wozu Ound E-Plus gehören. Je näher man in die Karte hereinzoomt, desto detaillierter ist die Situation in den einzelnen Orten erkennbar.

Wählt man den Zeitfilter „Zwölf Monate“ und „Alle Netzbetreiber“ aus, sieht man, dass es um die Abdeckung im Westen des Kreises am schlechtesten bestellt ist: Selfkant, Geilenkirchen und Übach-Palenberg sind weitgehend nur mit dem inzwischen veralteten 3G-Netz versorgt, gerade im Bereich um Gangelt sogar oftmals nur mit 2G – dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation, mit dem sich Daten maximal mit einer Geschwindigkeit von 220 Kilobyte pro Sekunde übertragen lassen. Zum Vergleich: Beim aktuellen 4G-Netz ist es bis zu ein Gigabyte pro Sekunde.

Die absoluten Funklöcher finden sich eher punktuell, zum Beispiel auf der Strecke zwischen Süggerath und Lindern, zwischen Saeffelen und Waldfeucht, in Schierwaldenrath und auf der Heerstraße in Höngen. Auch in Gangelt finden sich einige Funköcher, ebenso um die Stadt Wegberg herum. Insgesamt ist auf der Karte des Kreises Heinsberg aber viel Violett zu sehen, das bedeutet: an diesen Stellen gibt es LTE-Netz. An den Stellen, an denen keine Farbe hinterlegt ist, also die weißen Stellen, sind noch keine Nutzerdaten hinterlegt.

Bundesweit gibt es bislang ungefähr 160 Millionen Messpunkte, die rund 187.000 Nutzer geliefert haben. Jeder kann sich die App herunterladen und beispielsweise während einer Autofahrt die Messung starten. Denn: Je mehr Messpunkte, desto aussagekräftiger das Ergebnis auf der Karte.

Interaktive Karte online ansehen: www.breitbandmessung.de