Heinsberg-Oberberbruch: Für alle Bedürftigen: Amos meldet sich in aktueller Debatte zu Wort

Heinsberg-Oberberbruch : Für alle Bedürftigen: Amos meldet sich in aktueller Debatte zu Wort

Der Verein Amos mit seinen Projekten gegen Armut und Arbeitslosigkeit im Kreis Heinsberg betreibt seit 13 Jahren in Oberbruch eine Lebensmitteltafel, den Amos-Laden. Diese Tafel war eines der ersten Angebote dieser Art im Kreis. Angesichts der Debatte um die Essener Tafel, die nur noch deutsche Bedürftige aufnehmen will, meldet sich Amos nun zu Wort.

„Von Beginn an arbeiten wir nach der Methode der Tafeln und sind von katholischen und evangelischen Christen sowie engagierten Ehrenamtlichen gegründet worden. Seit Anbeginn setzen wir, neben der Hilfe in Not durch Ausgabe von gespendeten Lebensmitteln an Bedürftige, auf Kontakt, Begegnung und Integration. Wir sind im örtlichen Pfarrheim untergebracht und haben neben dem Amos-Laden das Arbeitslosenzentrum“, heißt es von Amos.

Mit Beginn der Zuwanderung von Flüchtlingen nach Heinsberg hat Amos in diesem Arbeitslosenzentrum regelmäßig Begegnung und Unterstützung für Flüchtlinge, aber auch für alle anderen Rat- und Hilfesuchenden, angeboten. Jeden Mittwoch findet, während der Öffnungszeiten des Amos-Ladens, das Café International im Arbeitslosenzentrum statt. „Hier kommen die Kunden unterschiedlichster Herkunft miteinander ins Gespräch. Hier kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter um die Anliegen aller Kunden und Besucher. Hier sind Gespräche möglich und werden angeregt, so dass man Verständnis für die Situation der Anderen finden kann und auch gefunden hat“, teilte Amos mit. Die Erfahrung habe gezeigt, dass man dann anders miteinander umgehe.

Der Austausch habe dazu beigetragen, dass sich Flüchtlinge, aber auch andere Bedürftige, ehrenamtlich in den Amos-Projekten engagieren und durch konkrete Zusammenarbeit „wirklich“ Integration geschieht. „Ähnliche Erfahrungen machen wir im Ort der Begegnung der Amos in Erkelenz“, heißt es. Gemäß des Namengebers, des „sozialkritischen“ Propheten Amos hat sich AMOS „schon immer für alle Hilfsbedürftigen gleichermaßen eingesetzt“. Durch das Engagement von bis zu 100 Ehrenamtlern wird Integration in mehrfacher Weise ermöglicht.

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