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Großprojekte im Kreis Heinsberg: Fünf Straßen in der Warteschleife

Großprojekte im Kreis Heinsberg : Fünf Straßen in der Warteschleife

Bis eine neue Straße gebaut wird, dauert es oft Jahre. Mal landet eine vor Gericht, mal scheitert eine andere an der Grenze, mal dauert die Planung einfach endlos lang. Unsere Top 5 der Straßen, die (noch) nicht ins Rollen kommen.

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1. Ortsumgehung Unterbruch

Von außen betrachtet wirkt es so, als tue sich bei der Planung der Ortsumgehung Unterbruch (B221n) herzlich wenig. Aber nun sagt der Landesbetrieb Straßenbau NRW zumindest schon einmal, dass er seine Planungen „Ende 2023“ an die Bezirksregierung geben will. Das könnte ein Signal für den weiteren Zeitplan sein. Eins ist schon jetzt klar: Der angepeilte Kostenrahmen von 33,2 Millionen Euro wird nicht zu halten sein.

2. Ortsumgehung Scherpenseel

„Der Ball liegt nicht in unserem Feld“, sagt Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers (CDU) zur Zukunft der Ortsumgehung Scherpenseel. Diese Umgehungsstraße soll an einen Zubringer zum niederländischen Buitenring anschließen. Aber die Niederländer haben einen Planungsstopp verhängt. Und so haben sie faktisch auch das deutsche Projekt auf Eis gelegt. Damit scheint eine Entlastung der vielbefahrenen Heerlener Straße in weite Ferne gerückt zu sein.

3. Ortsumgehung Hückelhoven

Bei der Ortsumgehung Hückelhoven (L364n) hängt die Umsetzung an den Gerichten. Die Straße ist heftig umstritten. Die einen sehnen sie herbei, die anderen wollen sie mit allen Mitteln verhindern. Aktuell liegt die Akte beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Entschieden wird dort aber nicht über Sinn oder Unsinn der Straße, sondern über die Frage, ob eine Frist eingehalten wurde oder nicht. Ohne diesen Rechtsstreit wäre die Straße wohl schon längst im Bau.

4. Ortsumgehung Baal

Baal braucht dringend Entlastung. Der Verkehr auf der B57 hat den Anwohnern längst den letzten Nerv geraubt. Besonders der Lkw- und Transporterverkehr von QVC und Hermes in Richtung Autobahn 46 steht dabei in der Kritik. Der rollt mitten durch Baal. Eine komplette Ortsumgehung kommt aber kaum infrage. Straßen NRW findet dafür keine „verträgliche“ Strecke. Doch die Stadt Hückelhoven arbeitet an einer anderen Lösung, die den Baaler Berg entlasten soll.

5. Ortsumgehung Gerderhahn

Die Stadt Erkelenz will bei der Ortsumgehung für Gerderhahn in Eigenregie dafür sorgen, dass Bewegung in die Sache kommt. Eigentlich hätte Straßen NRW eine Umgehung planen müssen, aber der Landesbetrieb ist heillos überlastet. Nun steigt die Stadt Erkelenz ein. Und die will erst einmal klären, ob nur Gerderhahn oder auch Golkrath eine Umgehungsstraße brauchen. Mehr dazu in unserer ausführlichen Übersicht über die Straßenbauprojekte in der Warteschleife.