Engagement: Freiwillige Feuerwehr Heinsberg ehrt ihre Jubilare

Engagement : Freiwillige Feuerwehr Heinsberg ehrt ihre Jubilare

Insgesamt galt es, 1500 Jubiläumsjahre von 36 Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Heinsberg bei der diesjährigen Feierstunde im Obergeschoss des Hauses Lennartz zu ehren.

Früher sei bei Jubilarehrungen auf Kameradschaftsabenden ein Wappenteller der Stadt überreicht worden, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder in seiner Begrüßung. Inzwischen sei man in Abstimmung mit Wehrführung und Einheitsführern dazu übergegangen, die Jubilare zu einem gemütlichen Abend mit einem Essen einzuladen.

Der Bürgermeister erläuterte den Gästen die Geschichte des Hauses und seine aktuelle Nutzung als „gute Stube“ der Stadt. „Hier finden nur besondere Veranstaltungen statt und dazu gehört aufgrund des Stellenwertes, den diese Veranstaltung für mich hat, auch die Jubilarehrung der Freiwilligen Feuerwehr“, betonte er. Dieder dankte den Feuerwehrleuten für ihren selbstlosen, ehrenamtlichen Einsatz, aber auch ihren Partnerinnen, die diesen Dienst mittragen würden. Mit Sebastian Jäger stellte er ihnen dann auch den neuen, für die Angelegenheiten der Freiwilligen Feuerwehr zuständigen Dezernenten in der Stadtverwaltung vor.

Nach der Ehrung durch Wehrleiter Ralf Wählen ergriff Kreisbrandmeister Klaus Bodden das Wort. Der Raum der Feier habe schon ein gewisses Flair, erklärte er, spielte damit auf dessen Nutzung als Trauzimmer der Stadt an und verglich die Jubiläen der Feuerwehrleute mit Hochzeitsjubiläen. Goldene und diamantene Hochzeiten gebe es da, zwei Gnadenhochzeiten und sogar eine Kronjuwelenhochzeit. Mit Johann Küppers aus der Löscheinheit Aphoven-Laffeld-Scheifendahl konnte nämlich ein Jubilar tatsächlich schon auf 75 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr zurückblicken.

Vieles, was einmal abgeschafft worden sei in der Geschichte der Feuerwehr, werde heute wieder eingeführt, erklärte Bodden. So spreche man anstelle von Großschadensereignissen heute wieder von Katastrophen oder auch von Evakuierungen. Bei der Fahrzeugbeschaffung gehe der Trend wieder hin zu kleineren Fahrzeugen, die zum Beispiel bei Wandbränden in Extremwetterlagen besser einsetzbar seien.

Auch wenn sie sich nicht mehr aktiv am Dienst beteiligen könnten, sollten sie ihre Einheiten immer wieder besuchen, appellierte Bodden an die Jubilare. „Berichten Sie Ihren Kameraden aus früheren Zeiten und appellieren Sie daran, den Dampf aus dem System herauszunehmen“, rief er sie auf. Bodden thematisierte weiter die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte. Auch in Heinsberg habe es sie schon gegeben. „So etwas darf einfach nicht passieren“, betonte er mit Blick darauf, dass alle Feuerwehrkräfte ihr Amt als Hobby und völlig ehrenamtlich ausüben würden. „Ich hoffe, dass die Politik da was macht“, erklärte er.

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