Förderverein Schacht 3 verleiht beim Helferabend "Gläsernen Schacht"

Förderverein Schacht 3 : Das Erbe des Bergbaus weiter mit vollem Einsatz pflegen

Der Helferabend des Fördervereins Schacht 3 ist traditionell verbunden mit der Verleihung des „Gläsernen Schachtes“.

Der Vorsitzende des Vereins, Detlef Stab, der selber 42 Jahre lang unter Tage auf der Zeche Sophia Jacobi gearbeitet hatte, begrüßte zu diesem geselligen Abend die Gäste im Barbarastollen gleich neben dem derzeit noch eingerüsteten Wahrzeichen Hückelhovens, dem Förderturm am ehemaligen Schacht 3.

Unter den zahlreichen Besuchern des Helferabends konnte der Vorsitzende Stab von der Stiftung Industrie-, Denkmalpflege und Geschichtskultur deren Geschäftsführer Horst Heinrich sowie vom Architekturcontor Essen Dietmar Schlenger begrüßen. Stab ging in seiner Ansprache auf die lange Tradition des Steinkohlenbergbaus ein, die zu Hückelhoven gehöre wie Schlägel und Eisen zum Bergmann. Detlef Stab: „Der Bergbau hat in Hückelhoven Geschichte, Tradition, Wirtschaft, Politik, Menschen und Brauchtum geprägt. Der Spruch `Alles kommt vom Bergwerk her´ hat es in sich.“

Der Bergbau sei das uralte Fundament der kulturellen Reichtümer der Stadt Hückelhoven. Stab nannte insbesondere den Knappenverein St. Barbara Hilfarth-Hückelhoven, die Bergkapelle Sophia-Jacoba, die Mineralien- und Bergbaufreunde, den Ring deutscher Bergingenieure und natürlich den Förderverein Schacht 3. Nach der Schließung von Sophia Jacoba hätten sich die Menschen auf ihre Stärken besonnen, angepackt und etwas Neues geschaffen, sich nicht auf dem Erreichten ausgeruht. Stab: „Wir machen das bis heute, ohne darüber zu vergessen, woher wir kommen.“ So sei es gelungen, Hückelhoven zu einer guten Heimat zu machen für alle, die hier leben und arbeiten, und zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen von nah und fern.

Auch das Denkmal Schacht 3 sei ein großer Anziehungspunkt für all diejenigen geworden, denen bergmännische Tradition am Herzen liege. Dieses Erbe werde im Verein ganz bewusst gepflegt und gelebt. Die Zechen seien in den Bergbauregionen die architektonischen Ikonen ihrer Zeit. Und so stünde Schacht 3 der ehemals modernsten Anthrazit-Zeche Europas, Sophia-Jacoba, heute zu Recht unter Denkmalschutz.

Der Dank des Vorsitzenden des Fördervereins galt der Stiftung Industrie-, Denkmalpflege und Geschichtskultur für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und für deren Einsatz zum Erhalt von Schacht 3. Der Geschäftsführer der Stiftung, die seit 2008 Eigentümer des Denkmals ist, Horst Heinrich, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Denkmal bis Ende 2020 wieder in vollem Glanz erstrahlen werde. Dietmar Schlenger vom Architekturcontor Essen kündigte an, dass zu Weihnachten ein Tannenbaum den Förderturm zieren werde und die Sanierungsarbeiten am Turm vielleicht schon im Frühjahr/Sommer 2020 abgeschlossen sein könnten.

Schon 2009 hatte der Vorstand des Fördervereins beschlossen Verdienste um den Erhalt des Förderturmes mit der Verleihung des „Gläsernen Schachtes“ zu würdigen. In diesem Jahr überreichte Detlef Stab diese Auszeichnungen an Thomas Goeres vom Media Markt Hückelhoven sowie an Frank Klein von Decathlon in Hückelhoven.

Der Helferabend wurde stimmungsvoll gestaltet von Beiträgen des ehemaligen Schachtchores Sophia Jacoba, wobei das Steigerlied von allen Gästen im Barbarastollen mitgesungen wurde.