Erkelenz: Flotte wird um einen „Erka-Bus“ erweitert

Erkelenz: Flotte wird um einen „Erka-Bus“ erweitert

Seit 20 Jahren steht er auf der politischen Agenda der Stadt. Nun wird er am 15. Dezember mit dem Fahrplanwechsel eingeführt: der Stadtbus für Erkelenz und die Fahrten innerhalb der Stadt.

Der „Erka-Bus“ wurde von Udo Winkens, Geschäftsleiter der West Energie und Verkehr, im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt. Mit Klapprampe rollstuhl- und kinderwagengerecht, verfügt der Kleinbus vom Typ „Sprinter“ über jeweils zwölf Sitz- und Stehplätze. Die bisherigen Linien EK 1, EK 2 und EK 3 werden erstmals um eine „echte Stadtbuslinie“ EK 4 ergänzt, betonte Winkens, die ausschließlich den Innenstadtbereich bedienen soll.

Zwei Strecken-Äste

In zwei Routen wird der „Erka-Bus“ zusätzlich Wohngebiete wie das Oerather Mühlenfeld, Erkelenz-Nord mit Borschemich (neu), soziale Einrichtungen und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten des kurz- und mittelfristigen Bedarfs erschließen. Die Strecke wird in zwei Äste aufgeteilt, die abwechselnd befahren werden. Einmal bis Mennekrath und Neuhaus, einmal bis Theodor-Heuss-Straße und Oerather Mühlenfeld. Dafür werden sechs neue Haltestellen eingerichtet: Pro Seniore (Karolingerring), Luise-Hensel-Schule (Salierring), Theodor-Heuss-Straße, Commerdener Höhe sowie im Oerather Mühlenfeld am Quartierplatz.

Winkens lobte die „attraktive Verbindung im Berufs-, Einkaufs- und Freizeitverkehr“. So komme man von Borschemich (neu) beispielsweise innerhalb von 13 Minuten an den Bahnhof, um die Anschlüsse nach Aachen und Mönchengladbach oder die Stadtbusse nach Wassenberg oder Hückelhoven zu bekommen. Vom Oerather Mühlenfeld gelangt man in weniger als zehn Minuten ans Kölner Tor. Die dortige Bushaltestelle soll künftig nur noch vom „Erka-Bus“ angefahren werden. Verkehren wird er montags bis freitags von 5.22 Uhr bis 19.33 Uhr zum Oerather Mühenfeld und zwischen 5.50 Uhr und 19.54 nach Borschemich (neu). Eine Fahrt mit dem „Erka-Bus“ wird 1,60 Euro kosten, als Viererkarte sechs Euro (1,50 Euro pro Fahrt). Dieser Kurzstreckentarif wird dann in der gesamten Innenstadt gelten.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich erfreut über das neue Angebot. Stephan Pütz von den Grünen kritisierte den erst einmal anvisierten Stundentakt als wenig attraktiv. Der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen verwies jedoch auf den „Spagat zwischen Attraktivität und Bezahlbarkeit“. Zuerst müsse man sehen, wie das Angebot angenommen werde. Der Bus wird ein eigenes Logo bekommen, das ihn als „Erka-Bus“ ausweisen wird.

(hewi)