Heinsberg-Kempen: Feuerwehrleute üben Verhalten bei einem Busunglück

Heinsberg-Kempen : Feuerwehrleute üben Verhalten bei einem Busunglück

Stadtbrandinspektor Ralf Wählen ordnete kurzerhand die überraschende Alarmierung der Löschgruppen Kempen, Karken, Kirchhoven, Oberbruch, Unterbruch, Löschzug Stadtmitte sowie des Stellvertreters der obersten Führungsebene, Hans-Leo Schreinemachers, und der Informations- und Kommunikationseinheit der Stadt Heinsberg an.

Grund dieser Alarmierung war eine aufwendige geplante Alarmübung im Zug 5 und Zug 1 der Stadt Heinsberg.

Die Übung wurde von Marcel Nießen, Phillip Wolters, Carsten Höpfel und Sebastian Kühlen an vier Samstagen und weiteren drei Abenden geplant und organisiert. Unterstützt wurden sie am Tag der Übung von Angehörigen der Feuerwehr und vielen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.

Die zuerst eintreffenden Kräfte an der Unfallstelle kurz hinter der Wurmbrücke auf der Hochbrückerstraße in Kempen staunten nicht schlecht, als sie einen Linienbus auf der linken Seite liegen sahen. Auf den ersten Blick keine große Sache, dachte sich wohl der Einsatzleiter Hans-Leo Schreinemachers. Als er jedoch die Erkundung der Unfallstelle fortführte, musste er feststellen, dass eine Person unter dem Bus eingeklemmt war und sich weitere 17 Personen teils schwer, teils mittel oder leicht verletzt im Bus befanden. Schreinemachers wusste sofort, dass er seine Hausarbeit, die er zu Hause aufgenommen hatte, an diesem Nachmittag wohl nicht mehr vollenden würde.

Einteilung in zwei Abschnitte

Stattdessen teilte er die Einsatzstelle in zwei Abschnitte ein. Der erste Abschnitt war die technische Rettung, die von Markus Mayers geleitet wurde.

Der zweite Abschnitt war die eigentliche Rettung, zu der die Betreuung der Verletzten gehörte. Dieser Abschnitt wurde von André Geffers geleitet.

Da die Übung keinen Rettungsdienst beinhaltete, musste der Einsatzleiter improvisieren. Dies gelang dem Leiter ohne Probleme, da er wusste, dass sich in seiner Mannschaft ein ausgebildeter Notarzt im Feuerwehreinsatz befindet. Dem Kameraden David Schröders wurde die Aufgabe zuteil, die Patienten nach ihrem Verletzungsmuster entsprechend zu kategorisieren und die dazu passenden Rettungsmaßnahmen zu veranlassen. Eine weitere Besonderheit der Übung lag darin, dass zwei Personen eingeklemmt waren. Diese mussten unbedingt patientenorientiert gerettet werden. Dies gelang den Einsatzkräften ohne Probleme.

Eine weitere Person musste mit einer besonderen Trage über die Drehleiter aus dem Bus gehoben werden, damit sie ohne große Erschütterung gerettet werden konnte. Nach fast anderthalb Stunden meldet die Einsatzleitung dann das Ende der Übung.

Stadtbrandinsprektor Ralf Wählen, der sich selbst als Beobachter im Hintergrund gehalten hatte, zog eine positive Bilanz. Er bedankte sich bei den 64 Einsatzkräften, den Statisten und dem Organisationsteam. „Die umfangreiche Übung wurde sehr ruhig und mit technischem Verstand bewältigt“, betonte er.

Doch nach der Übung gab es für die Mannschaft keine Pause. Direkt im Anschluss wurde im Ortsteil Uetterath ein Feuer gemeldet, zu dem ein Großteil der Mannschaft abgerufen wurde. Das brennende Gartenhaus konnte jedoch schnell durch die ortseigene Feuerwehr unter Kontrolle gebracht wurde.