Landgraaf/Scherpenseel: Feuerwehr im Auslandseinsatz: Fuchs rettet Hund

Landgraaf/Scherpenseel: Feuerwehr im Auslandseinsatz: Fuchs rettet Hund

Einsätze auf niederländischem Boden sind für die Mitglieder der Löschgruppe Scherpenseel Routine. Einsätze im niederländischen Boden finden dagegen nicht alle Tage statt - so wie am Rosenmontag, als es um die Rettung eines verschwundenen Hundes ging.

Schon seit 2004 sind die freiwilligen Helfer aus Scherpenseel, einem Stadtteil von Übach-Palenberg, regelmäßig auch hinter der Landesgrenze aktiv. So kam es, dass am Montag der Alarm bei ihnen losging, als ein Ehepaar in Landgraaf-Nieuwenhagen seinen Hund verloren hatte. Das Tier war beim Spaziergang am Vogelzankweg - etwa 2,5 Kilometer hinter der Grenze - in einen Fuchsbau gestürmt und nicht wieder zum Vorschein gekommen.

Das Gelände war nur schwer erreichbar, das Loch lag in einer Böschung. Einsatzleiter Thomas Fuchs, mit Hilfe einer Leiter an den Ort des Dramas gelangt, sah nur einen Weg zu dem Verschollenen - und der führte ihn selbst in das Erdloch. Mit Schaufeln vergrößerten die Retter den Eingang soweit, dass Fuchs hineinkriechen konnte. „Als ich reingeguckt habe, konnte ich ihn gerade noch erkennen”, sagte der Hauptbrandmeister. Immerhin: Als der Hund den Schein der Taschenlampe sah, begann er sich selber in die richtige Richtung zu wühlen. Das Tier hatte in dem verwinkelten Bau schlicht die Orientierung verloren.

Ohne weitere technische Hilfeleistung konnte der Verschüttete aber trotzdem nicht ans Licht gelangen. Thomas Fuchs: „Die Erde war gefroren und der Tunnel zu eng, also mussten wir uns ihm ein Stück weit entgegengraben.” Schließlich glückte die Aktion, es kam zum Kontakt zwischen Fuchs und Hund. Wieder über der Oberfläche, war schwer zu entscheiden, wer glücklicher war: Hund oder Halter. Was die Feuerwehrkräfte für ihre gründlich verdreckte Einsatzkleidung entschädigt haben dürfte.