Europaparlamentarierin Sabine Verheyen appelliert für Europa der Werte

Europapolitisches Frühstück : Die Bedeutung Europas herausstellen

Mit einem neuem Veranstaltungsformat präsentierte sich der Kreisverband Heinsberg der CDU bei einem europapolitischen Frühstück im Heinrich-Köppler-Haus in Heinsberg. Referentin war dabei die CDU-Europaparlamentarierin Sabine Verheyen.

„Wir können mit großer Zuversicht unterwegs sein, dass Du uns wieder vertreten wirst“, begrüßte Kreisvorsitzender Bernd Krückel Sabine Verheyen mit Blick auf die Europawahl am 26. Mai und würdigte damit ihren Listenplatz drei der CDU NRW, auf den sie die Landesdelegiertenversammlung gewählt hatte. Das beste Einzelergebnis mit 97 Prozent sei dabei eine Würdigung ihrer intensiven und fachlich qualifizierten Arbeit, betonte er.

Ein solches Ergebnis könne man nur erzielen, wenn man von den Kreisverbänden getragen werde, und in Heinsberg habe sie immer große Unterstützung erfahren, erklärte Verheyen. Der Listenplatz drei sei für sie natürlich auch mit der grooßen Verantwortung verbunden, jetzt auch möglichst viele Stimmen bei der Wahl zu bekommen. Das Jahr 2019 sei sicherlich ein entscheidendes Jahr für Europa. „Es ist nämlich noch nicht sicher, ob das nächste Parlament in seiner Mehrheit pro-europäisch sein wird“, betonte sie. Weiter schaute sie nach Großbritannien mit der „Zitterpartie“ Brexit und bezog klar Stellung: „Wenn ich die Vorteile nutzen will, gehen damit auch Pflichten einher. Einhörner gibt es nicht!“

Mit Blick auf die Wahl gelte es aber vor allem, den Menschen zu verdeutlichen, wie wichtig Europa als Friedensprojekt sei. Nach über 70 Jahren im Frieden werde dies immer schwieriger, sei jedoch keine Selbstverständlichkeit. Aus der Bipolarität zwischen den USA und Russland sei inzwischen eine multipolare Welt geworden, in der nationalistische Kräfte die Unsicherheit der Menschen ausnutzen würden. Es gelte, ihnen wieder eine Identifikation als Europäer zu verschaffen, damit sie für Europa einstehen könnten. Grundlage dafür könne das erste gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU sein mit dem gemeinsamen Spitzenkandidaten Manfred Weber.

Forderungen dieses Programms seien ein Europa der Werte, eine stabile Währung und stabile Haushalte. In puncto Migration müsse es vernünftige und faire Regeln und ein System der Verteilung geben. „Da müssen wir weiter in Gespräche gehen“, so Verheyen. Es müsse Kontrollen an den Außengrenzen geben und einen verstärkten Grenzschutz, vor allem aber müssten die Fluchtursachen bekämpft werden.

Was den Bereich Verteidigung betreffe, sei eine stärkere politische Zusammenarbeit notwendig, eine gemeinsame Entwicklung von Waffensystemen und mehr gemeinsame Ausbildung mit Blick auf die innere Sicherheit. Weiter sprach Sabine Verheyen das Thema Digitalisierung an. Was die neue Datenschutz-Grundverordnung betreffe, habe es von der EVP sogar den Antrag gegeben, kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine davon auszunehmen. Dies sei nicht geschehen. Danach sei jedoch in der Kommunikation vieles falsch gelaufen, erkläre sie.

Beim gemeinsamen Frühstück schloss sich über weitere gut eineinhalb Stunden eine intensive Diskussion zu ganz vielen unterschiedlichen Punkten mit Verheyen an. Mitgebracht hatte sie allen Gästen eine Broschüre mit einem Rückblick auf ihre Arbeit im Europaparlament seit 2009.

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