Erstes Wassenberger Mitsing-Festival des Quartettvereins Myhl

Auf der Burg : Erstes Mitsing-Festival ist gleich ein großer Erfolg

Der Festsaal der Wassenberger Burg war proppenvoll. Erstmalig fand das Mitsing-Festival statt, zu dem der Quartettverein 1927 Myhl eingeladen hatte. Es war auf Anhieb ein großer Erfolg.

Der Vorsitzende des Männergesangvereins, Norbert Rexing, war geradezu überwältigt von dem enormen Echo und dem großen Zuspruch: „Die Nachfrage war so groß, man hat uns in den letzten Tagen die Karten förmlich aus der Hand gerissen“, sagte er bei seiner Begrüßungsansprache.

Für die Vielfalt und den Ablauf des Programms sorgte der Chorleiter, Entertainer, Sänger, Gitarrenspieler und Liedbegleiter Georg Wimmers mit seinem Percussionisten Heinz Schlömer. „Komm wir singen, denn das Singen tut uns gut, und mit falschen Tönen haben wir nichts am Hut...“ – so begann das erste Wassenberger Mitsing-Festival. Die überwiegend „reiferen“ Sängerinnen und Sänger wurden in einem stimmungsvollen Reigen bekannter Lieder, Schlager und Evergreens auf einen kurzweiligen, interessanten und schönen Mitsing-Abend mitgenommen.

Georg Wimmers war der „Chef im Ring“, der ehemalige Schulleiter der Beecker Grundschule steuerte und moderierte routiniert den Abend, es gab keine Noten, die Texte wurden von einem Beamer auf eine Leinwand in angenehmer Größe und für jeden im Saal gut lesbar projiziert. Wellness für Geist, Körper und Seele, alle sangen schwungvoll und beherzt mit.

Im ersten Teil des Programms gab es Schlager wie „Hello again“ von Howard Carpendale, „Sugar Baby“ von Peter Kraus, „Hello Mary Lou“ von Ricky Nelson und „Tränen lügen nicht“ von Michael Holm, um nur einige zu nennen.

Vor der Veranstaltung wird sich so mancher gefragt haben, wie eigentlich so ein Mitsing-Festival funktioniert. Spätestens nach den ersten Liedern wusste jeder Bescheid, da kommen Menschen zusammen, die gerne einen Hit nach dem anderen in ungekünstelter, zwangloser Atmosphäre singen. Musikbegeisterte, kommunikative Menschen, die ungezwungen, ungeprobt, genial und improvisierend mit viel Spaß und in allerbester Laune bei der Sache sind. Der Optimismus des Entertainers ist grenzenlos ansteckend, keiner bleibt zurück, alle singen bekannte Schlager, Gassenhauer, Kölsche Tön und meistens auch ihre Lieblingslieder mit. Dies ergibt eine lockere und angenehme Stimmung, die einfach nur Spaß macht.

Der Quartettverein Myhl sang zu Beginn des zweiten Teils unter der Leitung der Dirigentin Alexandra Hillebrands „One way Wind“ und den Schlager „Rote Lippen soll man küssen“.

Im Programm ging es weiter mit Evergreens wie etwa Elvis Presleys „It´s now or never“, Bob Dylans „Blowing in the Wind“, John Denvers „Country roads“ und „My baby baby balla balla“ von The Rainbows.

Die kölschen Lieder im abschließenden dritten Teil von Brings, den Räubern oder den Bläck Fööss wie „Supergeile Zick“, „Drenk doch ene met“ und „Für die Iwichkeit“ wurden genau so inbrünstig mitgesungen wie schon im ersten Teil das unverwüstliche „Michaela“ von Bata Illic.

So wurde dann aus den Gästen im Festsaal der Burg Wassenberg, die zum ersten Mitsing-Festival gekommen waren, eine neue offene und lockere Singgemeinschaft. Und man konnte es spüren: Singen in Gemeinschaft befreit vom Alltagsstress und macht die Menschen glücklich.

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