Erntehelfer gehen mit Messern aufeinander los

Schwer verletzt : Erntehelfer gehen mit Messern aufeinander los

Ob die Hitze eine Rolle gespielt hat oder vielleicht erhöhter Alkoholgenuss, ist bislang nicht bekannt. Wohl aber, dass laute Musik der Auslöser für eine nächtliche Messerstecherei war, an deren Ende zwei Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte standen.

In der Nacht zum Samstag war es zu der Auseinandersetzung zwischen Erntehelfern auf einem Gehöft in Lieck gekommen, wie am Montag die Aachener Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte.

Offenbar waren sich Rumänische Erntehelfer aus zwei benachbarten Baracken in die Haare geraten. Eine Gruppe von Männern hatte sich über den Lärm beschwert, der sie in der Nachbarbaracke wohl am Schlafen hinderte. Die zwei Urheber der lauten Musik, ein Rumäne Jahrgang 1968 und einer Jahrgang 1987, die laut Oberstaatsanwältin aufgrund des selben Namens Brüder sein könnten, was montags allerdings noch nicht geklärt war, hatten sich offenbar uneisichtig gezeigt.

Nachdem ein Wort das andere gab, schaukelte sich die Situation immer weiter hoch, um schließlich zu eskalieren. Mit Messern, so beschrieben Zeugen die Lage gegenüber der alarmierten Polizei, seien sie auf die Gruppe der Beschwerdeführer losgegangen.

Vier von diesen wurden dabei auch verletzt, einer so schwer, dass er im Krankenhaus einer Notoperation unterzogen werden musste. Die wilde Keilerei blieb allerdings auch für die beiden Angreifer nicht ohne üble Folgen. Denn wie sich bei der Rekonstruktion des Tathergangs ergeben sollte, war der jüngere der beiden Rumänen im Handgemenge sogar durch seinen eigenen Mitstreiter mit dem Messer so schwer an einer Hand verletzt worden, dass es ihm die Pulsadern auftrennte. Auch er landete folglich auf dem OP-Tisch eines Krankenhauses.

„Wir haben einen Haftbefehlsantrag wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchtem Totschlag gestellt“, erklärte Schlenkermann-Pitts. Die beiden Rumänen seien natürlich vorläufig festgenommen worden und wurden dem Haftrichter vorgeführt.

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