Erkelnz: 56 Gruppen und Wagen erobern beim Rosenmontagszug die Stadt.

Rosenmontagszug : Umzug nach alter Erkelenzer Tradition

Das war wieder einmal ein Rosenmontag, wie ihn die Karnevalisten aus dem Erkelenzer Land von je her kennen. Vergessen waren die Querelen, von denen die Mitglieder der Erkelenzer Karnevals Gesellschaft (EKG) in den beiden letzten Jahren geplagt waren.

Ja, selbst der Wettergott, der sich an diesem Wochenende nicht gerade als Karnevalist outete, hatte ein Einsehen. Nachdem er den Jecken noch am Vormittag des Rosenmontag Regen und kräftigen Wind beschert hatte, blieb es beim „Zoch“ trocken – und auch der Wind flaute zur großen Freude des närrischen Volkes ab.

Pünktlich um 14.11 Uhr, gab Zugleiter Helmut Jopen den Startschuss. Nun bewegte sich der närrisch Lindwurm durch die Erkelenzer Innenstadt. Und über allen thronten mit Frank I. und ihrer Lieblichkeit Andrea I. (Eheleute Maraite) die närrischen Regenten des Erkelenzer Karnevals. Aufgeboten hatten die Verantwortlichen an diesem ganz besonderen Tag für die Karnevals-Hochburg Erkelenz insgesamt 56 Musik- und Fußgruppen und Motiv-Wagen.

Erwartungsvoll harrte das jecke Volk an den Straßenrändern aus, als die Jugendbläser aus Hetzerath  mit schmissigen Tönen den närrischen Zug anführten. Von nun an gab es bei den Zugteilnehmern, die zuvor mehr als ungeduldig mit den Hufen scharrten, kein Halten mehr.  Ab sofort erschallte nur noch der Schlachtruf der EKG, „Maak mött“.

Dass auch für die Mitglieder der Heinsberger Lebenshilfe und ihren Bewohnern Platz im Erkelenzer Karneval ist, bekräftige eine bunte Fußgruppe, die sich besonders auf die Teilnahme am Erkelenzer Rosenmontags-Zug gefreut hatte.  Ob die Jungs und Mädels aus Gerderath, die Erkelenzer Volleyballer, oder Handball Mädels des Erkelenzer Turnvereins – sie alle waren eine Bereicherung des Zuges. Neben den Trommlern und Pfeiffern aus Kückhoven, hatte traditionell die KüKG samt ihrem Dreigestirn eine große Abordnung nach Erkelenz gesandt.

Peter Jansen, Bürgermeister der Stadt Erkelenz, hatte es sich nicht nehmen lassen, sich als Hoppeditz in die Schaar der Narren einzureihen. Abordnungen aus Granterath, Holzweiler oder Matzerath belebten das bunte Treiben. Besonders die Radsportler aus dem Stadtteil Hoven hatten sich mit ihrem Hochrad etwas besonderes einfallen lassen.

Ganz besonders im Blickfeld der Narren war die Gruppe „Alemannische Fassenacht“. In ihren traditionellen Trachten, mit denen die Mitglieder nach einem langen Winter die Geister vertreiben wollen, sorgten sie mit ihren wilden Tänzen, den Rasseln und Glocken für ganz besondere Momente.

Erfreulich war aber auch, dass es an diesem Tage sehr ruhig blieb um den Erkelenzer Rosenmontags-Zug. Nach Auskunft der Polizei gab es keinerlei Vorkommnisse, die an diesem Tage zur Beunruhigung bei den Machern der Erkelenzer Karnevals Gesellschaft hätten führen können.

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