Erkelenz: Erkelenzer macht Samba-Rhythmen salonfähig

Erkelenz: Erkelenzer macht Samba-Rhythmen salonfähig

Rechtzeitig zur Weltmeisterschaft ist Gerd Kehrberg aus Erkelenz wieder zur Stelle. Nachdem der sportliche Geschäftsmann den Fans im Jahr 2010 zur Weltmeisterschaft in Südafrika die Schwarz-rot-goldene Vuvuzela beschert hatte, die wegen ihres monotonen Krachs mittlerweile auf fast allen Sportplätzen in der Region nicht mehr so gerne gesehen wird, hat er nun sein neuestes „Instrument“ am Start, die ComBinho.

Ganz Samba, ganz Brasilien geht es bei dem von ihm entwickelten Fanartikel zwar auch laut, aber vielleicht auch rhythmisch zu. Das liegt dann natürlich ganz am Rhythmusgefühl des jeweiligen Fans. Die ComBinho, der natürlich in der korrekten Schreibweise ein „R“ mit einem Kreis drum herum anhängt, vereint Trommel, Rassel, Ratsche und Pfeife in einem „Instrument“ und kommt hierzulande schick in den bundesdeutschen Landesfarben daher.

Vertrieben wird das bunte Ding über eine Elektronikmarkt-Kette. Mit dem ehemaligen Abwehrborussen und Brasilianer Dante hat es auch noch ein bekanntes und bis vor einiger Zeit in dieser Region durchaus beliebtes Gesicht. Man sei sich sicher, dass das Thema Samba „durchaus positiv besetzt“ sei, versichert Kehrberg. Die Vuvuzela hingegen habe in der Vergangenheit „polarisiert“. Das ist eine diplomatische Umschreibung dafür, dass das Vuvuzela-Getröte vielen auf die Nerven gegangen ist.

Trotzdem war die zerlegbare Plastiktröte ein Verkaufsschlager. Die ComBinho soll noch einer werden. Seit 2009 ist Kehrberg, der unter anderem als Vertragsamateur bei Borussia Mönchengladbach gespielt und für Alemannia Aachen gearbeitet hat, Geschäftsführer der Düsseldorfer Firma Brandivision. Das Unternehmen ist erfolgreich in der Entwicklung von einzigartigen Promotion-Artikeln, auf die man aufmerksam wird.

Die Vuvuzela ging nach Firmenangaben rund fünf Millionen Mal über die Ladentheke. Bei der ComBinho rechnen Kehrberg und seine Partner Dirk Hagen Zimmermann und Frank Urbas mit noch besseren Zahlen. Kehrberg und seine Partner hatten sich gefragt, „was wohl die Vuvuzela der Brasilianer sein könnte“. Und was ist wohl typischer für Brasilien als Samba?

„Unsere kleine Sambakapelle soll beim Fußballmärchen dieses Sommers brasilianische Begeisterung bei den Fans verbreiten. Ganz gleich ob bei Fußballpartys zu Hause oder beim Public Viewing auf der Fan-Meile“, erklärt Zimmermann. Die Verkaufszahlen werden natürlich auch davon beeinflusst, wie weit die deutsche Mannschaft in dem Turnier kommt. Also heißt es Daumen drücken, was mit den Fingern in den Ohren schwierig werden könnte.