Erkelenz: Erkelenzer fordern Handlungskonzept für das „Durchfahrtsproblem.“

Erkelenz : Erkelenzer fordern Handlungskonzept für das „Durchfahrtsproblem.“

„Die Stadt hat ein „Durchfahrtsproblem.“ Dies ist eine Erkenntnis der kleinen Verkehrsbeobachtung, die Rainer Rogowsky und Dieter Spalink von der SPD-Ratsfraktion am Kölner Tor an einem Freitagvormittag durchgeführt haben. Davon berichteten sie bei einem Bürgergespräch in Kückhoven.

In zwei Stunden wurden 269 Kraftfahrzeuge gezählt, die von der Ost- und der Südpromenade am Kölner Tor einbogen. „Fast alle waren zu schnell“, betonte Rogowsky. Interessanter war jedoch die Frage, ob es sich um Parksuchverkehr oder Zielverkehr handele, ergänzte sein Ratskollege Spalink. Nach Ansicht der Sozialdemokraten handele es sich jedoch zumeist um Querungen.

Hinter dem Kölner Tor wurde zumeist auf die Tenholter Straße abgebogen, der Weg durch das Tor also als Abkürzung durch die Stadt genutzt. Das Ziel der CDU, die gemeinsam mit der FDP und den Freien Wählern/UWG die Öffnung des Kölner Tores und die Umkehrung der Fahrtrichtung auf der Kölner Straße im Rat durchgesetzt hatte, sei nicht erreicht worden.

„Eine Belebung der Innenstadt findet nicht statt“, erklärten Rogowsky und Spalink. Die Kölner Straße werde als Durchgangsstraße genutzt. Erreicht habe man lediglich, dass der Verkehr nun anders durch die Stadt fließe.

Wildparker stören Fußgänger

Eine weitere Erkenntnis der Beobachtung ist, dass Fußgänger massiv behindert würden, zum Beispiel vor der Kreissparkasse. Dort sei das Problem des Wildparkens sehr groß. Die Sozialdemokraten fordern ein integriertes Handlungskonzept für den Verkehr in Erkelenz. Den Christdemokraten halten sie Flickschusterei vor. Diese halten ihrerseits den Sozialdemokraten vor, dass sie sich des Themas annehmen, bevor nach der Sommerpause eine fraktionsübergreifende Runde dazu einberufen werden konnte. „Das Handlungskonzept muss alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen“, betonte Rogowsky, „und nicht nur die Autofahrer.“

Die Vorsitzende des Ortsvereins, Katharina Gläsmann, sprach von einer immer noch in den Köpfen der Erkelenzer vorherrschenden „Drive-In-Mentalität“.

Die SPD will den Verkehr am Kölner Tor zu anderen Tageszeiten und an anderen Wochentagen erneut unter die Lupe nehmen. Die Diskussion um ein Verkehrskonzept geht in die zweite Runde.

(hewi)
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