Erkelenz: Großes Interesse der Vereine an Jubiliäumswagen

Stiftung macht´s möglich : Großes Interesse der Vereine an Jubiliäumswagen

Ein Jahr lang machte die Hermann-Josef-Stiftung die Erkelenzer Vereine mobil. Denn anlässlich des 150. Geburtstages der Stiftung war die Idee geboren worden, den Vereinen des Stadtsportverbandes einen Transporter zur Verfügung zu stellen, den sie kostenlos bei der Stiftung ausleihen konnten und nicht einmal betanken mussten.

Der Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses, Jann Habbinga, betonte, dass die Stiftung zum Jubiläum der Bevölkerung „etwas zurückgeben“ wollte. Und das tat sie in Form des nagelneuen Wagens, der Platz für neun Insassen und Gepäck hatte. Auch Daniel Schwarz, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, war ebenso schnell überzeugt von der Idee wie Bürgermeister Peter Jansen und der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen.

Aber nicht nur bei ihnen kam die Idee gut an. Insgesamt 66 Mal wurde der Transporter von den Abteilungen der Sportvereine ausgeliehen, rund 19.000 Kilometer wurden im Namen des Erkelenzer Sports zurückgelegt. Zum Beispiel zu Turnieren, Ferienfreizeiten oder Trainingswochenenden.

Dabei bemühten sich die Stiftung und der Stadtsportverband um kurze Dienstwege von der Antragstellung bis zur Übergabe der Schlüssel für den Transporter, der vollgetankt und versehen mit allen Zutaten und Flüssigkeiten, die er für den störungsfreien Betrieb brauchte, auf dem Parkplatz des Erka-Bades auf seine Nutzer wartete.

Auch wenn das Angebot an sich nur für Fahrten innerhalb Deutschlands vorgesehen war, blieb nach 13 Monaten noch Zeit für eine längere Fahrt, als die Turner des ETV eine Einladung nach Schweden bekamen und rund 3000 Kilometer zurücklegen mussten. Die Kosten fürs Benzin brachten die Nutzer im Gegensatz zu den Fahrten innerhalb Deutschlands selbst auf.

Erfreulich sei, dass es in den 13 Monaten keinen versicherungspflichtigen Schaden gegeben habe, betonte Habbinga. Auch die Stadt und der Sportverband hatten ihre Vorteile aus der Aktion. Die Stadt wurde bundesweit als Sportstadt wahrgenommen, denn überall, wo der Transporter auftauchte, warb er natürlich für Erkelenz und die Stiftung.

Der Stadtsportverband hat durch die Aktion fünf neue Mitgliedsvereine dazugewonnen. „Der SSV ist nicht bei allen Vereinen präsent“, betonte Schwarz. „Daher war es gut, dass er mit dem interessanten Angebot an die Vereine herantreten konnte.“

Nach 13 Monaten für den Vereinssport geht der Transporter nun in das Stiftungseigentum über und wird für Fahrten für das Hospiz, das Altenheim oder das Krankenhaus verwendet.

(hewi)