Erkelenz: Erka-Stadt feiert stimmungsvoll und bunt den Rosenmontag

Erkelenz: Erka-Stadt feiert stimmungsvoll und bunt den Rosenmontag

Die Lust auf Karneval war in der Erka-Stadt stets ausgeprägt. Nachdem im vergangenen Jahr viele Zuschauer aber von einem arg „geschrumpften Zoch“ doch arg enttäuscht waren, hatten sich die Karnevalisten diesmal alter Tugenden besonnen.

So wuchs das Teilnehmerfeld wieder auf die stolze Zahl von 80 Gruppen an. Und so fanden auch wieder aus den umliegenden Ortschaften nicht nur zahllose Besucher den Weg in die Erkelenzer Innenstadt: Etliche Fußgruppen und die Besatzungen von Wagen waren mit Frohsinn und Heiterkeit nach ­Erkelenz gekommen, um in alter Manier Straßenkarneval zu feiern.

Auffallend war die Freude bei den Damen der EKG: Sie ließen bei einem Tänzchen ihrem Lebensgefühl freien Lauf. Foto: Passage

Die Rahmenbedingungen passten eigentlich. Es blieb überwiegend trocken. Der offenbar jeck gestimmte Wettergott schickte gelegentlich sogar einige Sonnenstrahlen durch den wolkenverhangenen Himmel über Erkelenz. Diese glichen dann die wenigen leichten Graupelschauer aus. Auch die am Straßenrand auf Kamelle wartenden Kinder kamen nicht zu kurz. Mit vollen Händen beförderten die Zugteilnehmer ihr Wurfmaterial unter das Volk.

Hetzerather Camper hatten den Weg von der Reeperbahn zum Rosenmontagszug in Erkelenz gefunden. Foto: Passage

Pünktlich um 14.11 Uhr hatte Zugleiter Helmut Jopen die im Schatten der Burg versammelten Motivwagen und Fußgruppen auf den 2,4 Kilometer langen Fußweg durch die Innenstadt von Erkelenz geschickt. Und hoch oben auf einem prunkvollen Wagen thronte mit Prinz Roland I. und Prinzessin Kristina I. das Erkelenzer Prinzenpaar.

Honigwein im Trinkhorn? Ein Wikinger beim Zug in Erkelenz: Prost! Foto: Passage

Beste Karnevalslaune

Das Trommlercorps Arsbeck ging dem Zug, der sich langsam in Bewegung setzte, mit klingendem Spiel voran, gefolgt von den Wikingern von der Lebenshilfe. Weiterhin gab sich die KG Laakebüll aus dem benachbarten Rath-Anhoven die Ehre und präsentierte mit Hanna I. ihre Kinderprinzessin. Farbenprächtig auch die Abordnung aus Gerderhahn: Die Jenhahner hatten an diesem so stimmungsvollen Tag mit Käpt‘n Blaubär und den Farbklecksen gleich mehrere Wagen aufgeboten. Und das Dreigestirn der Grün-Weißen fehlte nicht.

Wie in all den Jahren zuvor, hatte auch die KüKaGe eine starke Mannschaft in ihren rot-weißen Kostümen aufgeboten. Neben dem Erkelenzer „Maak mött“ erklang so bei den Gästen aus Kückhoven deren ureigenster Schlachtruf „Jap mött“. Während das Kückhovener Trommlercorps für den guten Ton sorgte, präsentierte sich das weibliche Dreigestirn aus Kückhoven in bester Karnevalslaune.

Ob zahlreiche Clowns in ihren bunten und fantasievollen Kostümen, die Weinköniginnen von Burg Weinstein oder die Hetze­rather Camper, die sich auf der Reeperbahn verirrt hatten: Sie alle und noch viele mehr trugen zu einem stimmungsvollen und bunten Erkelenzer Rosenmontagszug bei. Bei all dieser Freude und Ausgelassenheit war auch die Kälte schnell vergessen. Es wurde sich einfach warm geschunkelt.

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