Erfolgsautor und Livecoach Lars Amend ist in Heinsberg zu Gast

Erfolgsautor : Livecoach Lars Amend und der große Jackpot

Als Lesung aus seinem neuen Buch „It´s all good“ war der Besuch von Erfolgsautor und Livecoach Lars Amend aus Berlin in der Buchhandlung Gollenstede angekündigt. Aber Amend las bis auf ein kurzes Ende gar nicht, sondern sprach über das, was in seinem Buch steht, aber auch noch über so viel mehr.

Was er auch sonst noch aus seinen Lebenserfahrungen preisgab, saugte das große Publikum in einer Stunde, in der es nur seine Stimme im Raum gab, vollends auf. Seine positive und immer vorwärts gerichtete Lebenseinstellung war es, die seine Zuhörer faszinierte.

Wichtig im Leben sei vor allem, nicht auf das zu schauen, was man nicht sei und was man nicht könne, mit Blick auf die Nachbarn, auf Kinder, Haus und Job. Nein, das müsse genau andersherum sein, verdeutlichte Amend seinen Gästen und drehte dabei den bekannten schwarzen Clubsessel in der Buchhandlung einfach um und lehnte sich von hinten auf dessen Rückenlehne. Das wurde zum Symbol. „Du kannst immer was ändern“, sprach er seine Zuhörer dann auch sehr persönlich an.

Gespickt mit vielen Beispielen eigener, persönlicher Begegnungen mit Menschen, die ihn in seinem Leben beeindruckt haben, und Büchern, die er schon geschrieben hat, richtete er dann den Blick auf den Ausgangspunkt, von dem er mit seinen Tipps für eine positive Lebenseinstellung startete. Dabei diagnostizierte Amend eine „Wohlstandsdepression“ für viele Menschen in unserer Gesellschaft. „Wir müssen aber erkennen, dass wir ein privilegiertes Leben führen“, betonte er. „Dass wir genau hier geboren sind, ist doch schon unser größter Jackpot.“

Amend erzählte von seinem Aufenthalt in den Favelas von Rio de Janeiro und von dem herzkranken Jungen, den er in einem Hamburger Kinderhospiz kennengelernt hatte. Aus den Abenteuern, die er mit dem 15-Jährigen erlebte, entstand der Bestseller „Dieses bescheuerte Herz“ und danach der gleichnamige Film, in dem Elyas M´Barek Amends Rolle spielte.

Dankbar zu sein für alles, was man schon hat, und Dinge einfach zu machen, nicht zu warten, waren die wesentlichen Erkenntnisse, die der Coach denen mitgab, die ihm intensiv lauschten. Und fragen, ja einfach fragen, „denn wenn Du nicht fragst, ist die Antwort doch immer nein“, rief er allen ins Bewusstsein. Und dann las er doch noch kurz, von der im Sterben liegenden Lehrerin, die ihren Schülern mitgab: „Ich bin an jedem Morgen meines Lebens mit einem Lächeln aufgewacht und habe jeden Tag so gelebt, als sei es der erste und der letzte zugleich“, hatte sie den jungen Menschen gesagt. „Ich habe mein Leben lang für diesen einen Tag gelebt: Ich musste ihn so leben, als sei er der einzige Tag meines Lebens.“

Und es folgte ein Abschiedsgruß von Amend, aus dem Buch und ganz persönlich verlesen in der Buchhandlung: „Dieses Leben ist so wunderschön. Denke immer daran: Es gehört dir“, las er vor. „Es ist dein Leben, es sind deine Träume. Du musst nicht wie die anderen sein. Du bist hier, um dich zu verstehen, und nicht, um von anderen verstanden zu werden. It´s all good.“

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