Heinsberg-Dremmen: Ereignisreiche Kirmes: König muss ins Krankenhaus

Heinsberg-Dremmen: Ereignisreiche Kirmes: König muss ins Krankenhaus

Der Schock folgte am Abend. Zuhause angekommen, blickte Schützenkönig Frank Wolff auf seinen geschwollenen Knöchel. Eine Hornisse hatte kräftig zugestochen. „Ein König kennt keinen Schmerz“, meinte Dremmens Schützenkönig zwar.

Doch stockte ihm der Atem, als ein Streifen sichtbar und der Knöchel mächtig dick wurde. Im Krankenhaus wurde schließlich eine Blutvergiftung diagnostiziert. Folge: Der König wurde stationär aufgenommen. Diesen Kirmesmontag wird er nicht so schnell vergessen.

Die Pfingstkirmes in Dremmen war mit dem Königsball im Festzelt gestartet und wartete mit einem würdigen Festzug auf. Am Königshaus in der Grabenstraße lockte die erste Parade bereits die Massen an. Dremmens Königsallee strahlte im Birken- und Fahnenglanz. Mehr als 150 Birken mit buntem Kreppband zierten die Straße.

Als das Königspaar sich präsentierte, gab es kräftigen Applaus. Alle bewunderten die Königin im zauberhaft glänzenden roten Kleid. Davor präsentierte sich ein strahlendes Königskind Marie Philippen. Auch die Schülerprinzessin Lena Philippen sowie Jugendprinz Carsten Rick strahlten zusammen mit Königspaar Frank und Claudia Wolff sowie den übrigen Schützen mit der Sonne um die Wette. Die abschließende Parade auf der Sebastianusstraße war wie immer der Zuschauermagnet. Und die Bevölkerung feierte anschließend mit den Schützen die Kirmes. Die Außenterrasse am Festzelt war proppenvoll.

Tags drauf gab es erneut einen farbenprächtigen Festzug mit dem traditionellen Stopp am Kloster. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Dremmen hält das Brauchtum in Ehren, hat auch den Halt am Kloster jeweils fest terminiert, um mit den Senioren Kirmes zu feiern. Auch bei der abschließenden Parade gibt es Brauchtumspflege, montags locken stets Überraschungen: So marschierten unter anderen die Schützenfrauen mit Bollerwagen auf, hatten hier Schützenschwester Ida Angenendt postiert. Diese konnte aufgrund einer Verletzung nicht mit marschieren. „Ein Sturz kann uns die Kirmesfreude nicht nehmen“, so das Motto. Anschließend wurde wieder mit vielen Gästen auf dem Kirmesplatz gefeiert.

Als sich am Abend das Unwetter ankündigte, waren alle Schützen im Einsatz und sicherten gemeinsam die Außenterrasse. Und als es richtig krachte, hatte man alles rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Und der König der Dremmener Schützen war — trotz des Insektenstichs — ebenfalls in guten Händen.

(agsb)
Mehr von Aachener Nachrichten