Ende des Ersten Weltkrieges: Gemeinde Selfkant ist beim Gedenkwochenende dabei

Ende des Ersten Weltkrieges : Musiker und Kinder aus dem Selfkant sind beim Gedenkwochenende dabei

Die drei Gemeinden Echt-Susteren (NL), Maaseik (B) und Selfkant (D) veranstalten am 17. und 18. November gemeinsam eine große Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs im Jahre 1918.

Das Thema lautet „Von Entwaffnung bis entwaffnend“ und bezieht sich auf den Rückzug und die Entwaffnung der deutschen Truppen von Maaseik aus über den Grenzübergang Maaseik-Echt-Susteren bis zum Selfkant.

An dem Gedenkwochenende sind unter anderem rund 20 Schüler der sechsten Klasse der Gesamtschule Gangelt-Selfkant dabei. Die Schüler stehen auf der Pater-Sanger-Brücke zwischen Maaseik in Belgien und Rosteren in den Niederlanden, wenn am Sonntag, 18. November, gegen 16 Uhr die Europahymne gespielt wird. Dann wird ein dreidimensionales Herz zu sehen sein. Die Verbrüderung soll herausgestellt und versinnbildlicht werden.

Die Feierlichkeiten starten am Samstag, 17. November, um 12 Uhr. Dann öffnet ein „militärisches Lager“ am Maasufer in Nähe der Pater-Sanger-Brücke seine Toren. Hier wird auch eine militärische Nachstellung („re-enactment“) stattfinden. Etwa 100 Statisten stellen dann eine Schlacht nach, wie sie sich im Ersten Weltkrieg zugetragen haben könnte.

Am Samstagnachmittag liefern sich Statisten weiterhin symbolisch eine Schlacht auf einem besonders dafür hergerichteten und mit Laufgräben und Gefechtsstellungen versehenen Gelände am Klauwenhofweg (ebenfalls in der Nähe der Pater Sangersbrücke). Während der Schlacht kann man den Einsatz des Nachbaus eines britischen Mark-IV-Panzers bestaunen.

Ein weiteres großes Spektakel ist der gespielte Rückzug der deutschen Truppen am Sonntagnachmittag am historischen Marktplatz in Maaseik. Begleitet wird der Rückzug unter anderem von Musikvereinen und Schulkindern aus den drei Gemeinden. Dann geht es durch die Maaseiker Innenstadt in Richtung des Grenzübergangs.

Die Pater-Sanger-Brücke steht im Mittelpunkt des Gedenkwochenendes, die Brücke symbolisiert die historische Verbundenheit im Dreiländereck – nach der Entwaffnung zogen sich die deutschen Truppen über die Brücke zurück. Auf niederländischem Gebiet führte der Rückzug an den Dörfern Roosteren, Dieteren und Susteren vorbei. Der Rückzug wird hier um 16.30 Uhr nochmal symbolisch nachempfunden.

Zum Abschluss des Gedenkwochenendes findet am Sonntagabend, 18. November, 19 Uhr, in der Maaseiker Stadthalle (Cultuurcentrum Achterolmen) ein Befreiungskonzert statt. Daran nehmen Musikvereine aus den drei Gemeinden teil. Das Konzert vereint Musiker aus elf Musikvereinen aus Maaseik, Neeroeteren, Opoeteren, Roosteren, Nieuwstadt, Susteren, Dieteren, Saeffelen, Süsterseel, Tüddern und Schalbruch.

Mitwirkende sind unter anderem Henk Hover, ein bekannter Limburger Liedermacher, und Annie Schreuders-Derks vom Museum van de Vrouw in Echt. Das Orchester steht unter der Leitung von John Vandecaetsbeek von der Akademie für Künste aus Maaseik. Der Kartenvorverkauf für das Gedenkkonzert hat bereits begonnen. Es gibt die Karten im Internet: www.achterolmen.be