Hückelhoven-Doveren: Elf Ehrenamtler lassen sich zu Hospizhelfern ausbilden

Hückelhoven-Doveren: Elf Ehrenamtler lassen sich zu Hospizhelfern ausbilden

Vor einem Jahr begann für elf Ehrenamtler die Ausbildung zum Hospizhelfer. Ein Job, der es in sich hat. Denn die Freiwilligen wollten lernen, sich bei der Hospizarbeit einzubringen und die Pfleger in ihrer Arbeit zu unterstützen. Und das nicht nur in der Teeküche, sondern auch bei der Pflege der sterbenden Patienten.

Nach 80 Unterrichtsstunden und 70 Praxiseinheiten im Erkelenzer Hospiz wurden ihnen nun auf dem Kühler Hof die Zertifikate zum Hospizhelfer verliehen.

Björn Clahsen, der die Ausbildung gemeinsam mit Gerti Cleve geleitet hatte, zeigte sich erfreut darüber, dass alle Interessenten bis zum Ende der Ausbildung durchgehalten hatten. Gerti Cleve las eine Passage aus dem Buch „Der kleine Prinz“, in dem es um Abschied und Trauer geht. Jedem der Absolventen wurden neben der Urkunde auch eine Rose und ein Exemplar des bekannten Buches von Antoine de Saint-Exupéry überreicht.

Melanie Wahnemühl ist Religionslehrerin. Für sie ist die Entscheidung, diese Ausbildung zu absolvieren und im Hospiz zu helfen, auch ein Akt der Nächstenliebe. Auch wenn sie noch nie jemanden beim Sterben begleitet hat, sieht sie sich gut vorbereitet und hat keine Angst vor den Aufgaben, die vor ihr liegen. Björn Clahsen hatte sie schon vorher im Rahmen des Buchprojektes „Endlich. Mitten im Leben“ von Jörg Felder kennengelernt. In dem Buch hatten auch Schüler ihrer Schule Texte zum Thema Sterben, Tod und Trauer veröffentlicht.

Wahnemühl ist sich sicher, dass sie an diesen Aufgaben noch wachsen wird. Mit den Erfahrungen als Begleiter von Sterbenden werden die Ehrenamtler nicht allein gelassen. Regelmäßig erfolgen Supervisionen, in denen sie ihre Erlebnisse verarbeiten können. Die Einsätze erfolgen dann, wenn die Helfer Zeit haben. Für die persönliche und individuelle Begleitung muss natürlich die Chemie zwischen Patient und Begleiter stimmen.

Praktische Erfahrung in der Begleitung Sterbender hat Renate Dederichs schon gesammelt. Ihre Schwiegermutter und eine gute Freundin hat sie schon auf ihrem letzten Weg gepflegt und begleitet. Mit der Rente kam der Wunsch, anderen Menschen zu helfen und etwas Sinnvolles zu tun. So kam sie in die Gruppe und absolvierte auf dem Kühler Hof ihre Ausbildung zur Hospizhelferin.

Mit den elf neuen Helfern ist die Hospizarbeit in Erkelenz in der komfortablen Situation, ausreichend freiwillige Helfer zu haben. Der Stapellauf der Ausbildung wurde ebenfalls erfolgreich gemeistert. Ausgebildet wurde nach dem sogenannten „Celler Modell“, das zum Einsatz im Hospiz und in der mobilen Pflege befähigt.

Voraussichtlich in zwei Jahren wird die nächste Ausbildung zum Hospizhelfer angeboten.

(hewi)