Erkelenz: Elektrischer Kipper für Erkelenz

Erkelenz : Elektrischer Kipper für Erkelenz

Das erste von zehn elektrischen Nutzfahrzeugen für den Baubetrieb der Stadt Erkelenz ist jetzt in Betrieb genommen worden - als ein Aspekt, der im Klimaschutzkonzept der Stadt festgelegt worden war. Der gesamte Fuhrpark der Stadt soll folgen.

Klimaschutzmanager Oliver Franz hatte beim Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative einen Förderantrag beantragt. Der wurde bewilligt. 50 Prozent der Investitionskosten werden nun gefördert, inklusive der Ladeinfrastruktur am Baubetriebshof. Bis 2020 sollen alle zehn Fahrzeuge ausgetauscht worden sein.

Das erste elektrische Fahrzeug des Baubetriebshofs ist ein Rückwärtskipper mit Müllaufbau, der zur Abfallkorbentleerung und Abfallentsorgung eingesetzt wird. Es handelt sich um einen Umbau des Nissan e-NV200 Kastenwagen der neuesten Generation, der im seit dem Frühjahr auf dem deutschen Markt ist.

Das Fahrzeug hat einen Pritschenaufbau mit Rückwärtskipper, einen Abfallsammelbehälter und einen Aufbewahrungskasten für Besen, Schaufeln und andere Utensilien, eine Sicherheitsausstattung mit Rundumleuchte und Rückfahrkamera.

Beitrag zum Klimaschutz

Der Fahrzeugumbau basiere auf Erfahrungen der Aachener Stadtbetriebe, die einen solchen Wagen bereits im Einsatz haben, so die Stadt. 49.900 Euro kostet der Kipper. „Der Mehraufwand wird über die Förderung komplett abgedeckt“, erklärt Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz. Die laufenden Betriebskosten würden voraussichtlich deutlich unter denen eines konventionellen Fahrzeugs liegen.

Da kein Kraftstoff verbraucht werden müsse und die E-Fahrzeuge mit Ökostrom geladen würden, trage die Stadt so zum Klimaschutz bei. Auch die geminderte Lautstärke durch E-Fahrzeuge wirke sich positiv auf die Lebensqualität der Bürger und Besucher von Erkelenz aus, betont die Verwaltung.

Der kommunale Fuhrpark soll insgesamt Schritt für Schritt auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Stand heute: drei Elektroautos, ein Plug-in-Hybrid und vier Pedelecs in der Verwaltung. 2018 soll ein weiteres Dienstfahrzeug der Verwaltung durch ein E-Auto ersetzt werden, so die Stadt. Dass der gesamte kommunale Fuhrpark in dieser Größenordnung umgestellt wird, dürfte einzigartig sein, betont die Verwaltung.

Mit der Umstellung ihrer Fahrzeugflotte will die Stadt laut eigenen Angaben die Praxistauglichkeit von E-Fahrzeugen deutlich machen und so auch örtliche Unternehmen davon überzeugen, sich E-Fahrzeuge anzuschaffen. „Diesen Wagen gibt es auch ohne den Sonderaufbau als ganz normalen Transporter. Damit wird er zum Beispiel auch für Handwerksbetriebe interessant“, wirbt Lurweg.

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