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Eisenbahn-Ausstellung im Evangelischen Altenzentrum Hückelhoven

Trucks, Eisenbahnen und mehr : Modellausstellung weckt Erinnerungen

Das Evangelische Altenzentrum Hückelhoven lädt immer wieder zu offenen Veranstaltungen ein. Die Modellbau-Schau soll Erinnerungen wecken.

„Ich war gestern schon den ganzen Tag hier. Heute kommen meine Enkel und Urenkel aus Wesel, auch um die Ausstellung zu besuchen,“ erzählt Gisela Köllner  begeistert. Im Erdgeschoss des Evangelischen Altenzentrums HÜckelhoven, wo die 91-Jährige Gisela Köllner lebt, konnten Bewohner, Mitarbeiter und Gäste die Trucks, Eisenbahnen, Blaulichtfahrzeuge, Militärfahrzeuge und Flugobjekte bewundern.

Die Modell-Truck-Freunde Aachen, die erstmalig im Altenzentrum ausstellten, bewegten rund 1,5 Tonnen an Material bis ins Altenzentrum. Sie bauten einen großen Parcours auf, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Achim Stamidis. Daher waren auch 18 Mitgliedern notwendig, um Straßen und Trucks aufzubauen. Während der Ausstellung ließen die Trucker die ferngesteuerten Autos auf der Fläche der Parcours fahren. Zeitweise konnte man die Trucks auch durch die Gänge des Altenzentrums fahren sehen. Zum zweiten Mal stellten die Modell-Eisenbahnfreunde Gangelt aus. Neben der Wartburg zeigten sie erstmalig ihre Vier-Themen-Anlage. Auf der Vorder-Rück- und den Stirnseiten sind unterschiedliche Motive zu sehen. Diese Rundum-Anlage brachte Abwechslung für den Besucher. Auch Nachwuchs-Modellbauer der Vereine ließen, zur Freude der Senioren, ihre Autos fahren.

Hochtechnisiert

Franz Lück, der Vorsitzende der Modell-Eisenbahnfreunde Gangelt machte die Erfahrung, dass die alte Dampflock bei den Senioren besonders gut angekommen ist. Hans Günter Kinkartz, der die Ausstellung besuchte, wunderte sich, wie technisiert der Modellbau heute ist. „Früher früher haben wir uns als Kinder vor Weihnachten bei Spielwaren Cals die Nasen plattgedrückt, um so etwas zu sehen.“ Besonders viel Freude hatte er an einer kleinen Drohne, die Rainer Kühnel durch den Ausstellungsraum fliegen ließ und Trucks, die durch die Flure ferngesteuert wurden.

Initiiert wurde die Ausstellung durch Michael Wiedemann, der im Evangelischen Altenzentrum als Alltagsbegleiter arbeitet und selbst begeisterter Modellbauer ist. Er stellte den Kontakt zu den beiden Vereinen her und organisierte die Ausstellung zum Großteil ehrenamtlich. Von ihm waren über 100 Blaulichtfahrzeuge zu sehen und sein Bruder Willi baute eine Anlage mit einer Kaserne auf.

Die Bewohner bereiteten sich auf die Ausstellung auch durch den Bau von Fluggleitern vor. Außerdem baute Michael Wiedemann mit einigen Bewohnern eine Anlage mit Häusern und Straßen auf, die auch im November auf der Modellbau-Ausstellung in Gangelt zu sehen sein wird.

Bewohner, Mitarbeiter, Aussteller und Gäste freuten sich am Ende der beiden Ausstellungstage über das gute Gelingen. „Das können wir gerne wiederholen“, meinten Achim Stamidis und Franz Lück sowie den Brüdern Michael und Willi Wiedemann zufrieden.

Tanja Großmann von den Modell-Truck-Freunden Aachen arbeitet auch in einem Altenheim. Sie regte außerdem an, beim Sommerfest einen Parcours aufzubauen um auch das Interesse von den Angehörigen zu erwecken.

(red)