Wegberg: Eine Tote bei Wohnungsbrand in Wegberg

Wegberg : Eine Tote bei Wohnungsbrand in Wegberg

Bei einem Feuer in einem Haus an der Wegberger Bahnhofstraße ist in der Nacht zu Karfreitag eine Frau ums Leben gekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelte es sich dabei um die Bewohnerin des Hauses. Da die Leiche allerdings stark verbrannt war, konnte die Polizei das am Freitag noch nicht mit letzter Sicherheit bestätigen.

Nach Angaben der Heinsberger Polizei befand sich zunächst noch eine weitere Person im Haus, die auf das Feuer aufmerksam wurde, zu den Nachbarn lief und die Feuerwehr verständigte. Der Notruf erreichte die Wegberger Wehr um 4.40 Uhr. Als die ersten Einsatzkräfte an der Bahnhofstraße eintrafen, brannte das Erdgeschoss lichterloh.

Trotz einer sofort eingeleiteten Personensuche und Brandbekämpfung mit mehreren Trupps unter Atemschutz konnte die Frau nur noch tot aufgefunden werden. Foto: CUH

Da die Feuerwehr aufgrund des Notrufs davon ausgehen musste, dass sich jemand im Haus befand, gingen sofort drei Rettungstrupps in das Gebäude. „Trotz einer sofort eingeleiteten Personensuche und Brandbekämpfung mit mehreren Trupps unter Atemschutz konnte eine Person nur noch tot aufgefunden werden“, sagte Frank Heinen, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg.

In den Einsatz eingebunden waren der Löschzug 1 und die Löschgruppe Klinkum sowie die Technische Einsatzleitung und der Führungsdienst der Feuerwehr Wegberg. Foto: CUH

Am Karfreitag blieb noch eine ganze Reihe Fragen unbeantwortet: Unklar ist etwa, wo genau das Feuer ausgebrochen war. Da das Erdgeschoss völlig ausbrannte, liegt jedoch der Verdacht nahe, dass der Brand dort entstand. Ebenfalls ungeklärt blieb vorerst, warum das Feuer ausgebrochen war. Zunächst fand die Kriminalpolizei, die die Ermittlungen am Brandort aufgenommen hatte, keine Hinweise auf Brandstiftung. Detailliertere Informationen waren am Freitag nicht zu bekommen. Ebenso ist unklar, woran die Frau letztlich starb. Das „vorläufige Obduktionsergebnis“ gebe allerdings keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt, „so dass wir erst einmal von einem Unfall ausgehen“, sagte Polizeisprecherin Angela Jansen.

Nach Abschluss der Löscharbeiten sicherte die Feuerwehr das Gebäude notdürftig, so dass die Polizei ihre Arbeit aufnehmen konnte. Wegen „Nachlöscharbeiten“, bei denen versteckte Glutnester aufgespürt werden sollten, zog sich der Einsatz bis in den Freitagvormittag hinein, sagte Heinen. Gegen 11.20 Uhr war der Einsatz für die insgesamt 27 Feuerwehrleute beendet.

In den Einsatz eingebunden waren der Löschzug 1 der Wegberger Wehr und die Löschgruppe Klinkum sowie die Technische Einsatzleitung und der Führungsdienst der Feuerwehr. Des weiteren war der Rettungsdienst des Kreises Heinsberg mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort — ebenso wie die Polizei und der Energieversorger.

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