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Eurovision Song Contest

Ein Heinsberger singt für Zypern

Für Zypern beim ESC dabei: Alessandro Rütten aus Heinsberg tritt beim größten europäischen Musikwettbewerb an. FOTO: Andreas Anastasiou

Heinsberg Von der Casting-Show „The Voice of Germany“ zum Eurovision Song Contest (ESC): Diesen Weg haben in den vergangenen Jahren schon Michael Schulte und Jamie Lee Kriewitz genommen. Jetzt reiht sich auch der Heinsberger Sänger Alessandro Rütten in diese Gruppe ein – er tritt jedoch nicht für Deutschland an.

An Show-Erfahrung mangelt es ihm nicht: Im Team von Coach Mark Forster stand Alessandro Rütten bei „The Voice of Germany“ 2018 auf der Bühne. Schon 2015 trat er als Sänger bei „Das Supertalent“ an. Was jetzt kommt, ist allerdings eine Nummer größer.

Unter seinem Künstlernamen „Sandro“ tritt Rütten in Rotterdam am 12. Mai beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest (ESC) an. Dabei wird der immer noch in Heinsberg lebende Künstler aber nicht die deutschen Farben vertreten, sondern tritt für Zypern an. „Es ist eine Riesensache, für Zypern als Repräsentant anzutreten, und ich werde von einem tollen Team um mich herum betreut“, sagt Rütten im Gespräch mit unserer Zeitung. Der ESC sei für ihn eine gute Gelegenheit, vor einem Millionen-Fernsehpublikum den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Nach dem Wettbewerb möchte er sein erstes Album auf den Markt bringen.

Aber wieso tritt ein Heinsberger für Zypern an? „Ich bin Halbgrieche, meine Oma und mein Opa sind Griechen, die aber früh nach Deutschland kamen“, schildert der Sänger seinen Bezug zum Starterland Zypern, wo Griechisch die Amtssprache ist. Bei einem Festival in Russland sei er einem Musikagenten aufgefallen und dann in Zypern vorgeschlagen worden. „Dann ging alles sehr schnell“, berichtet der 23-Jährige.

Aufregung verspürt Sandro Rütten noch nicht, wohl aber eine gewisse Anspannung. „Na klar, man hofft, das alles gut läuft und fragt sich, ob die harte Arbeit belohnt wird und der Song dem Publikum beim ESC gefällt“, sagt er. Den Song „Running“, der aus mehreren Liedern von der zypriotischen Jury ausgewählt wurde und den er am 12. Mai in Rotterdam auf der Bühne darbieten wird, hat er zusammen mit einem Australier und zwei Berlinern geschrieben. „Das ist ein cooles Endprodukt, ein Up-Tempo-Song, mit einem sehr persönlichen, ehrlichen Text und einer wahren Story“, sagt der Sänger.

Rüttens Ziel ist die Qualifikation für das ESC-Finale – die Beiträge Zyperns in den vergangenen beiden Jahren schafften das. Auf besonders viele Punkte hofft er aus seinem Heimatland Deutschland. „Aus der eigenen Heimat, dem eigenen Land, Punkte zu bekommen, wäre eine tolle Sache. Das würde mir die Welt bedeuten“, blickt er dem Wettbewerb in den Niederlanden entgegen. Der deutsche Beitrag für den ESC steht übrigens schon fest, ist aber noch geheim. Er wird in einer Fernsehshow am 27. Februar vorgestellt.

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