Renoviertes Pfarrheim in Birgelen: Ein großer Wunsch geht in Erfüllung

Renoviertes Pfarrheim in Birgelen : Ein großer Wunsch geht in Erfüllung

Ganz in Weiß mit dezenten, blauen Akzenten, mit hellem Holz an der Decke und auf dem Boden, so präsentiert sich das Pfarrheim neben der Pfarrkirche St. Lambertus in Birgelen nach rund zweijähriger Renovierung. Im Beisein vieler Gäste segnete Pfarrer Thomas Wieners es am Samstagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde ein, die sich an die heilige Messe anschloss.

Schon lange sei die Renovierung des Pfarrheims ein großer Wunsch der Birgelener gewesen, erklärte GdG-Ratsvorsitzende Gitta Heckers in ihrer Begrüßung. Das alte Pfarrheim sei schließlich auch „potthässlich“ gewesen, brachte sie es in einem Wort auf den Punkt. Allein habe man dies jedoch nicht realisieren können. „Es brauchte viele kreative Ideen, professionelle Hilfe und ehrenamtliche Unterstützung“, betonte sie. Und dann habe auch noch die Finanzierung gesichert werden müssen. Gut 150.000 Euro wurden schließlich mit Unterstützung des Bistums investiert.

Anlass für die Renovierung seien notwendige Arbeiten am Dach gewesen, berichtete Gregor Sanders, einer der beiden stellvertretenden Kirchvorstandsvorsitzenden der Pfarrei St. Marien. „Die Stabilität der alten Dachkonstruktion wies erhebliche Mängel auf, und es drang wiederholt Regenwasser ein. Außerdem fehlte eine Wärmedämmung“, erklärte er. So wurde das vorhandene Dach einschließlich Unterkonstruktion durch eine wärmedämmende Konstruktion aus Leimbindern und einer Zinkeindeckung ersetzt. Im Rahmen der Dacherneuerung hätten auch drei Fenster der Kirche abgedichtet und Kriegsschäden in deren Mauerwerk ausgebessert werden können.

Abgetrennter Eingangsbereich

Im Innenraum des 1958 zunächst als Theater- und Kinoraum sowie als Bücherei erbauten Pfarrheims wurde eine Zwischenwand eingezogen. Dadurch ergibt sich ein durch eine Glaselement abgetrennter Eingangsbereich mit neuer Eingangstür und ein Abstellraum. Eine eigene Gasheizung wurde eingebaut und die Elektrotechnik erneuert. Insgesamt 16 Firmen waren an der Renovierung beteiligt, denen Gitta Heckers ebenso herzlich dankte wie den Ehrenamtlern, die sich beim Ab- und Aufbau der Küche, beim Aus- und Einräumen sowie bei der Reinigung engagiert hatte.

In diesem Zusammenhang dankte sie auch denen, die Nutzern des Pfarrheims zwischenzeitlich Obdach gegeben hatten. So hätten die Senioren sich in der katholischen Grundschule treffen können. Der Kirchenchor habe die Möglichkeit gehabt, im Pfarrheim von St. Georg in der Wassenberger Unterstadt zu proben.

Schließlich ging ihr Dank an Sponsoren, die so einige Extras ermöglicht hatten, wie zum Beispiel eine Spülmaschine, eine kleine Bühne oder ein neues Fenster im Eingangsbereich an der Stelle, wo sich früher der Schaukasten befunden hatte. Geschaffen hat es der Wassenberger Glaskünstler Marcus Steffen in Form von in Flüssigsilikon eingebetteten Glasteilchen. „Lebensfreude als pulsierender Gedanke im Raum“, lautet der Titel des knapp vier Quadratmeter großen Werks.

Das Engagement der Birgelener sei wirklich vorbildlich gewesen. „Das macht Mut“, betonte Wieners, bevor er das Pfarrheim einsegnete. „Schön, dass wir es wiederhaben, lasst es uns nutzen“, forderte Ortsvorsteher Andreas Thißen alle Anwesenden auf, die das im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins auch gleich umsetzten.

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