Hückelhoven- Hilfarth: Ein Film zum Steinkohlebergbau, der „Gänsehautatmosphäre pur“ schafft

Hückelhoven- Hilfarth : Ein Film zum Steinkohlebergbau, der „Gänsehautatmosphäre pur“ schafft

Der Film „Schicht im Schacht“, der am Montag, 16. April, um 19 Uhr im Corso-Kino des Hauses Sodekamp-Dohmen in Hilfarth zu sehen ist, soll eine Verneigung vor den Kumpels und ihrer Arbeit sein.

Der Arbeitskreis Hückelhoven im Heimatverein der Erkelenzer Lande mit Willi Spichartz und der Förderverein für das Industriedenkmal Schacht 3 in Hückelhoven mit ihrem Vorsitzenden Detlef Stab sprechen von „Gänsehautatmosphäre pur“, die der Film von Gisbert Baltes vermittelt.

Detlef Stab sagte: „Ich war Steinköhler und bin es immer noch.“ Vor Beginn des Filmes wird Willi Spichartz in einer kurzen thematischen Einleitung die Begrüßung vornehmen, Detlef Stab die Geschichte von Sophia-Jacoba ansprechen, Bürgermeister Bernd Jansen einen Blick auf den Strukturwandel in Hückelhoven werfen und Gisbert Baltes zum Filmstart überleiten.

Die Premiere hat in der „Lichtburg“ in Essen bereits stattgefunden und Beobachter regten eine Aufführung in der ehemaligen Zechenstadt Hückelhoven an. Auch wenn der Film nicht in Hückelhoven spiele, so sei er trotzdem ein bewegendes Dokument des zeitgeschichtlichen Elements „Steinkohlebergbau in Deutschland“, dem WDR-Autor Gisbert Baltes in einer 90-minütigen Dokumentation ein filmisches Denkmal setzt.

Schließlich hätte die Kohle als heimischer Energieträger die Region zur Millionenmetropole gemacht und Generationen von Bergleuten Arbeit gegeben. In Hückelhoven habe der Steinkohlebergbau nach 905 Jahren ein Ende gefunden und somit sei Hückelhoven das älteste Steinkohlegebiet von ganz Europa, wusste Detlef Stab zu berichten.

Bis zu 600 000 Menschen seien zu den Hochzeiten der Zechen in den Gruben aktiv gewesen, hieß es weiter. In Erinnerungen schwelgen können die Kumpels von einst bei der Filmvorführung im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung. Der Vorverkauf hat schon in den Buchhandlungen Wild und Hansen sowie bei Willi Spichartz begonnen.

(koe)