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Bäume spenden: Ein Bürgerwald entsteht im Wahnenbusch

Bäume spenden : Ein Bürgerwald entsteht im Wahnenbusch

Geburt, Hochzeit oder Jubiläum: Zu besonderen Lebensereignissen einen Baum zu pflanzen, ist eine alte Tradition. Wer keinen eigenen Garten oder ausreichend Platz hat, dem bietet nun ein sogenannter Bürgerwald die Möglichkeit, einen Baum zu pflanzen. Er soll im Wahnenbusch entstehen, dem Wald zwischen Immerath (neu), Tenholt und Lövenich.

„Eine Baumspende kann auch ein besonderes Geschenk für Menschen sein, denen die Natur und die Artenvielfalt am Herzen liegen“, betont die Stadt Erkelenz. Der Bürgerwald wird nach Angaben der Stadtverwaltung auf einem rund einen Hektar großen Areal im Wahnenbusch bei Tenholt entstehen. „Diese Fläche bietet ausreichend Platz für bis zu 80 Bäume.“

Damit ein Baum sich langfristig entwickeln kann, entstehen laut Stadt neben den Kosten für die Pflanze und die Pflanzung weitere Kosten für die Bewässerung und Pflege. Für einen Spendenbeitrag von 250 Euro können Interessierte einen Baum mit einem Stammumfang von 16 bis 20 Zentimetern (in einem Meter Höhe gemessen) aus einer vorgegebenen Liste auswählen.

Der Baum wird mit einem Baumgerüst und nach Bedarf mit einem Mäh- und Stammschutz ausgestattet und in den ersten drei Jahren gewässert und gedüngt. Auch die weitere erforderliche Pflege, wie zum Beispiel das Entfernen von Austrieben, ist sichergestellt. Die über den Spendenbeitrag hinaus entstehenden Kosten übernimmt die Stadt Erkelenz.

Wer einen Baum spenden möchte, kann sich bei Georg Hüweler vom Grünflächenamt unter 02431/85347 oder per E-Mail: georg.hueweler@erkelenz.de melden.

Nach der Bestellung ist der Spendenbetrag in Höhe von 250 Euro im Voraus fällig. Die Beschaffung der Bäume und des Zubehörs erfolgt nach Zahlungseingang des Spendenbetrags auf einem der Konten der Stadt Erkelenz.

Zur Auswahl für den Bürgerwald stehen die folgenden Baumarten: Apfelbäume in Sorten (Malus); Amerikanische Eiche (Quercus rubra); Esskastanie (Castanea sativa); Feldahorn (Acer campestre); Silberlinde (Tilia tomentosa); Steinweichsel (Prunus mahaleb); Stieleiche (Quercus robur); Traubenkirsche (Prunus padus); Spitzahorn (Acer platanoides) und Walnuss (Juglans regia).

„Aufgrund der steigenden Temperaturen und der geringen Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren ist die Widerstandskraft vieler Bäume gegen Krankheiten und Schädlinge gesunken. Viele Bäume sind bereits abgestorben. Deshalb ist es sinnvoll, Bäume zu pflanzen, die den geänderten Bedingungen auch langfristig standhalten können und für ihren jeweiligen Standort geeignet sind“, betont die Stadtverwaltung.

Gemeinsame Pflanztermine werden jährlich im Herbst sein, hierzu werden alle Baumspenderinnen und Baumspender eingeladen. „Unter professioneller Mithilfe des städtischen Grünflächenamtes und des Baubetriebshofes können die Bäume von den Spenderinnen und Spendern selbst eingepflanzt werden“, heißt es aus dem Erkelenzer Rathaus. Zum Schluss werden einheitlich gestaltete Plaketten mit dem Pflanzdatum, dem Namen des Baumpaten oder der Baumpatin und dem Anlass angebracht. Außerdem erhalten die Spender eine Urkunde.

Laut Grünflächenamt besteht darüber hinaus weiterhin die Möglichkeit, für andere Standorte – zum Beispiel in Grünanlagen oder im Straßenbegleitgrün – Geld für einen Baum zu spenden.

(red)