Ehrenmal und Grabplatte an Haarener Kirche frisch restauriert

Förderverein nutzt Heimatscheck : Steinernes Kreuz von den Spuren der Zeit befreit

Der Förderverein der katholischen Kirche in Haaren hat Ehrenmal und Grabplatte restaurieren lassen und zur Finanzierung die Förderung durch den Heimatscheck des Landes NRW genutzt.

Eine stärkere Symbolik könnte das Projekt des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer kaum zum Ausdruck bringen. Das steinerne Kreuz als Zeichen des leidenden und auferstandenen Christus und damit zugleich als christliches Symbol schlechthin verkörpert zugleich die ureigene Aufgabe des Haarener Fördervereins der Kirchengemeinde.

„Die Witterungsverhältnisse hatten über die Jahre ihre Spuren hinterlassen“, erläutert Jochen Houben, Kassierer des Fördervereins, die Hintergründe der notwendigen Steinmetzarbeiten. Diese betrafen zugleich die Namenstafeln der Gefallenen am Ehrenmal und die Grabplatte des 1911 in Haaren verstorbenen Ortspfarrers Heinrich Palm, der auf dem damaligen Kirchhof beerdigt wurde.

2018 hatte der Förderverein auf seiner Jahresversammlung die Überarbeitung dieser steinernen Zeugen beschlossen. „Anhand einer alten Fotografie konnten wir zudem den früheren Standort des großen steinernen Kreuzes ausmachen“, so Houben. Und so reifte der Gedanke, das Kreuz im Zuge der durch den Steinmetzbetrieb Windeln-Rademacher GmbH aus Kempen durchgeführten Renovierung vom Bereich hinter dem Chorraum nach Absprache mit dem Kirchenvorstand wieder an seinem alten Standort vor dem Seitenschiff zu versetzen.

Die sich auf 4500 Euro summierenden Gesamtkosten des Projektes konnte der Förderverein in Höhe von 2000 Euro durch Mittel des Landesprogrammes „Heimatscheck NRW“ refinanzieren. Dabei ging es beim neuen Standort nicht vorrangig um die bildliche Historiengerechtigkeit. „Das Kreuz ist jetzt wieder beidseitig lesbar“, so Jochen Houben, „und das ist ja auch der Sinn für den Besucher“.

Es handelt sich nicht nur um ein christliches Symbol, dessen Überarbeitung vorgenommen wurde. Vielmehr handelt es sich um das Grabkreuz von Johann Gottfried Hanrath, von 1804 bis zu seinem Tode am 7. Dezember 1846 zweiter Ortspfarrer von Haaren. Die (heute wieder lesbare) Rückseite erinnert an dessen Haushälterin Maria Christina Floracks, die bereits 1843 verstorben war. Auf beide geht die Errichtung des Haarener Kirchbaues zurück, zu der die damalige unbemittelte Ortsbevölkerung lediglich die Hand- und Spanndienste beitragen musste.

So steht das Kreuz zugleich sinnbildlich für die Aufgabe des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde, der sich seit 2005 zur der Erhaltung der kirchlichen Gebäude und Einrichtungen und der Unterstützung der kirchlichen Aufgaben der Kirchengemeinde verpflichtet hat.

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