Duo Modus spielt beim VHS-Meisterkonzert

Konzert : Drei Künstler beim VHS-Konzert

Die Anton-Heinen-Volkshochschule bietet ein klassisches Konzert unter dem Titel „Duo Modus“ im Musiksaal des Kreisgymnasiums Heinsberg. Es gastierten die Pianistin Bella Feinholz, der Cellist Alexander Kotlyar und die Geigerin Susanna Schael.

Zu einem besonderen Konzert hatte die VHS des Kreises Heinsberg am Donnerstag in den Musiksaal des Kreisgymnasiums eingeladen. Das „Duo Modus“ aus Israel brachte Werke von Ludwig van Beethoven und Robert Schumann. Zur Ouvertüre des Konzertes spielten Greta Winkelhorst (Cello, eine Schülerin aus Klasse 11) zusammen mit Theo Krings (Klavier, Leiter der Kreismusikschule Heinsberg) von Max Bruch das israelische Gebet „Kol Nidrei.“

In seiner Begrüßung einer recht ansehnlichen Zahl von Gästen verwies Ingo Rümke, der Fachbereichsleiter Kultur bei der VHS, auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Geigerin Susanne Schael, die auch den Kontakt zum israelischen Duo mit der Pianistin Bella Feinholz und dem Cellisten Alexander Koltyar hergestellt hatte.

Vorab lässt sich sagen, dass die musikalischen Leistungen aller Beteiligten durchaus auch ihren Platz haben könnten bei den Meisterkonzerten der VHS. Insbesondere gilt dies für das brillante und virtuose Spiel der Geigerin, der Pianisten und des Cellisten, die den hohen Ansprüchen der gespielten Werke vollauf genügten.

Das Duo Modus spielte zunächst von van Beethoven „Cellosonate Nr. 3 A-Dur op. 69". Das dreisätzige Werk mit den Solopassagen der beiden Instrumente und dem Wechsel der Dur- und Moll-Passagen besticht durch seine farbigen Melodien und das dialogische Zusammenspiel von Klavier und Cello.

Es folgte von Schumann „Drei Fantasiestücke für Klavier op. 73“, ursprünglich für Klarinette als zweitem Instrument vorgesehen, aber vom Komponisten selbst auch für Cello gedacht, welche Kombination dann in Heinsberg musiziert wurde. Es ist viel Poesie zu hören, sowohl bei den beiden Instrumenten als auch im Zusammenspiel mit seinen pausenlosen Übergängen.

Nach der Pause dann zunächst wiederum ein Werk von Schumann: „Sonate a-Moll für Violine und Klavier op. 105“. Die Bezeichnung des ersten Satzes, „Mit leidenschaftlichem Ausdruck“ ist eigentlich für das ganze Stück charakteristisch, wobei auch Rhythmus und scherzhafte Elemente eine Roll spielen. Man hatte auch den Eindruck, dass Geige und Klavier aufeinander hörten.

Im letzten Stück, van Beethovens „Klaviertrio D-Dur op. 70,1 ‚Geistertrio‘“, wird von Klavier, Cello und Geige eine beeindruckende Virtuosität verlangt. Die Fachleute streiten darüber, ob die Bezeichnung „Geistertrio“ überhaupt gerechtfertigt ist, lenkt sie doch in eine falsche Richtung: Denn Spuk ist nur mit sehr viel Fantasie zu vernehmen. Stattdessen geht es um Gegensätze zwischen den einzelnen Instrumenten, Hin und Her zwischen verschiedenen Tonarten, Auflösung von Harmonien, extreme Lagen besonders beim Klavier, ausgefeilten Klang; alles zusammen zieht das Publikum geradezu in seinen Bann.

Nach langanhaltendem Beifall, der auch zwischen den einzelnen Stücken zu hören war, gab es Blumen für alle Beteiligten und noch als Zugabe von Astor Piazzolla, dem argentinischen Tangokönig, „Oblivion“ (Vergessen), wozu Susanne Schael bemerkte, dass dies nicht auf das Konzert zutreffen möge. Womit sie durchaus Recht hatte.