Heinsberg-Kirchhoven: Donatus wacht wieder über die alte Kapelle in Kirchhoven

Heinsberg-Kirchhoven: Donatus wacht wieder über die alte Kapelle in Kirchhoven

Die Kapelle Schuttorf erstrahlt wieder in neuem Glanz — und mit dem heiligen Donatus. Die Statue wurde entwendet, womit die Kapelle ihr Anziehungspunkt zu verlieren drohte. Nun war guter Rat teuer. Durch eine Initiative des Vereins für Gartenkultur und Dorfverschönerung wurden im vergangenen Jahr die Renovierungsarbeiten begonnen.

Die Planung und Koordination übernahmen Heinz Houben und Hans-Willi Timmermanns. Die Mitglieder des Vereins sowie freiwillige Helfer zeigten großes und vorbildliches Engagement und stellten sich in den Dienst des heiligen Donatus. Nun sind die Arbeiten beendet und das Kappelchen ist wieder ein Schmuckstück.

Nicht der Verein für Gartenkultur und Dorfverschönerung, auch der Pfarrgemeinderat lobte die Helfer, die ihre Freizeit geopfert hatten. Ein Dankeschön galt auch den ortsansässigen Firmen, die das Material beisteuerten. Ein ganz besonderer Dank jedoch ging an Familie Hermann-Josef Jütten, die die Statue des Donatus gestiftet hatte.

Blitz und Donner abwenden

Aus Erzählungen wurde bekannt, dass die Kapelle um 1911 in Schut-torf von Hubert Laumen erbaut wurde. Auf dem Grundstück des Landwirtes und auf dem angrenzenden Grundstück von Johann von Birgelen standen zwei große Buxbäume, in die mehrmals der Blitz einschlug. Zwar lehnte der Nachbar den Bau einer Kapelle ab, doch Hubert Laumen war fest entschlossen, eine Kapelle zu Ehren des heiligen Donatus zu bauen.

Wenn ein Gewitter aufkam, wurde der heilige Donatus gebeten, Blitz, Donner und Hagelschlag abzuwenden. Im Rahmen der Fronleichnamsprozession wurden die Kapelle und der heilige Donatus von Pfarrer Arnold Houf feierlich eingesegnet. Viele Dorfbewohner waren zur Kapelle gekommen und bewunderten sie bereits vor der Einsegnung.

(agsb)
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