Wegberg-Beeck: Dokumentarfilm: „Wind in meinem Haar — ferne Heimat Karatau“

Wegberg-Beeck : Dokumentarfilm: „Wind in meinem Haar — ferne Heimat Karatau“

Zu einer Dokumentarfilm-Vorführung „Wind in meinem Haar — ferne Heimat Karatau“ wird am Sonntag, 15. Oktober, um 15 Uhr in das Flachsmuseum Wegberg eingeladen. Die Dokumentarfilmerin Marina Anselm wird selbst an diesem Nachmittag ihren Film vorstellen und anschließend weitere Auskünfte geben und Fragen beantworten.

Die Ausstellung zum Thema „Die Heimat verlassen — eine neue Heimat finden“ ist ab 14 Uhr zu besichtigen im Museum für Europäische Volkstrachten, Wegberg-Beeck, Kirchplatz 7. Der Eintritt ist frei.

In ihrem Dokumentationsfilm geht die Autorin der Frage nach Verwurzelung und Identität nach und dokumentiert dabei ein Stück russlanddeutscher Geschichte, die sich mit all ihren Facetten auch in einem Ort wie Karatau abspielte: Deportation und erzwungene Entwurzelung 1941, das neue Leben und die Verwurzelung in der Fremde in Kasachstan, die allmählich zur Heimat wurde, eine erneute Auswanderung und Entwurzelung — jetzt freiwillig nach Deutschland, in die ehemalige Heimat ihrer Vorfahren.

Integration schwergefallen

Der Film ist auch für Marina Anselm selbst ein Wiedersehen mit dem Ort ihrer Kindheit Karatau in Kasachstan. Dort wurde sie 1982 geboren und kam 1990 als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Als ihre Mutter ankündigte, nach 25 Jahren die alte Heimat besuchen zu wollen, stand die Entscheidung für die Tochter fest: „Wenn ich den Film jetzt nicht mache, dann nie.“

Der berührende Film geht unter anderem der Frage nach: Warum ist es vielen so schwergefallen, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, obwohl sie sich als Deutsche verstehen?

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