Erkelenz-Kuckum: Diskussionsrunde: Worauf können sich Umsiedler verlassen?

Erkelenz-Kuckum: Diskussionsrunde: Worauf können sich Umsiedler verlassen?

Durch die Entscheidung der Landesregierung, den dritten Umsiedlungsabschnitt des Tagebaus Garzweiler II wie geplant weiterzuverfolgen und lediglich die Ortschaft Holzweiler im vierten Abschnitt von der Umsiedlung auszunehmen, ist für die Bürger von Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath die Umsiedlung zur Gewissheit geworden.

Eine weitere Reduzierung der Tagebaufläche sei nun nicht mehr zu erwarten, heißt es aus Kreisen der Verantwortlichen. Mitglieder der IG Umsiedlung kritisieren jedoch, dass der Bürgermeister der Stadt Erkelenz, ohne Beteiligung des Stadtrates oder des Bürgerbeirates der umzusiedelnden Ortschaften, mit dem Tagebaubetreiber RWE eine Vereinbarung zum Ausgleich der zu erwartenden Belastungen durch den Tagebau ausgehandelt hat.

Offene Fragen

Viele Bürger in den betroffenen Ortschaften fragten sich jetzt, so die IG, warum solche Vereinbarungen ausgehandelt werden, ohne die Umsiedler mit einzubeziehen? Vor allem die Frage, wieso sich die Stadt einen Ausgleich für die wegfallende Fläche sichere, ohne auch Entlastungen für die Umsiedler auszuhandeln, bewege die Betroffenen laut IG Umsiedlung.

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen der interessierten Umsiedler lädt die IG Umsiedlung unter dem Titel „Verraten und Verkauft. Oder worauf können sich die Umsiedler zukünftig verlassen?“ für Donnerstag, 24. April, 19 Uhr, in den Pfarrsaal Kuckum ein. Bürgermeister Peter Jansen (CDU), sowie seine beiden Herausforderinnen, Astrid Wolters (SPD) und Christel Honold-Ziegahn (Grüne) werden den betroffenen Bürgern im Rahmen dieser Veranstaltung mitteilen, welche Vorstellungen zur Umsiedlung sie in den neu zu wählenden Stadtrat einbringen wollen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Norbert Schuldei, einem langjährigen Redakteur unserer Zeitung.

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