Digitalisierung der Grundschulen: Hückelhoven investiert 43.000 Euro

Medienkonzept : Hückelhoven rüstet die Grundschulen digital auf

Die Stadt Hückelhoven rüstet auf - und zwar in puncto Digitalisierung ihrer Schulen. Für die vier Grundschulen in Brachelen, in Baal, Im Weidengrund in Ratheim und an der Michel-Ende-Schule in Ratheim werden im Haushalt 2019 zusätzlich 43.000 Euro investiert, um die Schulen zukunftsfähig zu machen.

„Die Digitalisierung wird zu einem Kernthema der Schulträger werden, das Thema wird in den nächsten Jahren immer wichtiger werden“, prognostizierte Helmut Holländer im Schulausschuss. Der Erste Beigeordnete, Kämmerer und auch Schuldezernent der Stadt wird damit selbst zwar nicht mehr viel Einfluss nehmen können, da er im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Aber er hat schon jetzt die Weichen dafür gestellt, dass der Stadt Hückelhoven für ihre Grund- und weiterführenden Schulen aus den Zuschusstöpfen, die vom Land für die Digitalisierung der Schulen eingerichtet werden sollen, Mittel für deren
mediale Ausstattung zufließen können.

„Die Landesregierung will neben dem Förderprogramm ,Gute Schule 2020' nach den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag noch ein weiteres Förderprogramm für die Kommunen auflegen, das in die mediale Ausstattung der Schulen fließen soll“, sagte Stephan Matzerath vom Schulamtverwaltungsamt der Stadt im Schulausschuss. Unabhängig davon treibe die Stadt aber bereits „seit mehreren Jahren die mediale Ausstattung der Schulen finanziell und organisatorisch in erheblicher Weise voran“, betonte Matzerath. Deshalb habe man von jeder Schule im
Stadtgebiet Hückelhoven ein mit den Schulmedienberatern des Kreises Heinsberg abgestimmtes Medienkonzept angefordert: „In den Medienkonzepten definieren die Schulen, auf welche pädagogische Art und Weise sie ihre Schüler in medialer Hinsicht unterrichten möchten.“ Dies, so Stephan Matzerath zu den Ausschussmitgliedern, diene als Grundlage für die weitere zielgenaue Beschaffung dieser Medien durch das Schulamt der Stadt.

Die vier genannten Grundschulen haben diese Konzepte jetzt vorgelegt. Sie sehen unterschiedliche Vorgehensweisen beim Lernen mit neuen Medien vor und benötigen deshalb auch unterschiedliche Hardware. So werde teilweise der Einsatz von Smartboards und Displays gewünscht, teilweise sollen die Schüler mit Tablets arbeiten; andere wieder bevorzugten die Arbeit mit Laptops oder Desktop-PCs. „Ich gehe davon aus, dass auch die anderen fünf Grundschulen der Stadt ihren Bedarf nun zeitnah in einem Medienkonzept konkretisieren und beim Schulverwaltungsamt einreichen“, sagte Helmut Holländer. Er rechnet damit, dass die Umsetzung dieser Konzepte dann 2020/21 erfolgen kann. Um die Bereitstellung der Mittel dafür braucht Holländer sich dann nicht mehr zu kümmern – das wird Aufgabe seines Nachfolgers sein.