Janus-Korczak-Schule eröffnet: Digitale Tafeln und viel Platz zum Spielen

Janus-Korczak-Schule eröffnet : Digitale Tafeln und viel Platz zum Spielen

Es sind bloß ein paar Kleinigkeiten, an denen man erkennen kann, dass die Janusz-Korczak-Schule ihren ersten Tag hat. Der Rasen auf dem Schulhof muss noch ein bisschen wachsen und ist daher abgesperrt, das Wlan läuft noch nicht und in der Lehrküche gucken zwar die Stromanschlüsse schon aus der Wand, aber die entsprechenden Möbel und Geräte kommen noch. Sonst ist alles fertig, sagt Schulleiter Michael Dohmen.

Pünktlich zum Schulbeginn haben die neuen Schülerinnen und Schüler ihren ersten Tag in der Schule, in der nun zum ersten Mal Unterricht stattfindet. Die Baufirmen und Kreisverwaltung, sagt der Schulleiter, hätten auf Hochtouren gearbeitet, damit alles rechtzeitig fertig wird. Bis zum Vortag, also Dienstag, sei noch gearbeitet worden. Manchmal, sagt Dohmen und lacht, sei er morgens in die Schule gekommen und überall sei bloße Erde gewesen. „Am nächsten Tag war plötzlich alles grün und die Spielgeräte standen.“

Ungefähr 65 Schüler gehen ab sofort in die Förderschule des Kreises, die den Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung hat.  Die Klassen sind jahrgangsgemischt, Schülerinnen und Schüler von Klasse eins bis zehn besuchen die Janusz-Korczak-Schule. Im Moment besteht das Gebäude aus einem Erdgeschoss und einem Obergeschoss, bei Bedarf, also wenn die Schülerzahl wachsen sollte, könne aber ein weiteres Stockwerk auf den System-Modulbau draufgesetzt werden, sagt Dohmen. Das würde gerade einmal sechs Wochen dauern.

Zwar ging der Bau der Schule nun recht zügig, die Planungen davor um die Zukunft und schließlich um den Standort dauerten aber länger an. Zunächst sollte die Förderschule, die ihren Standort in Geilenkirchen hatte, zu diesem Schuljahr geschlossen werden. Am neuen Standort an der Ecke Siemensstraße/Carl-Severing-Straße wurde sie dann mit einem politischen Beschluss auf Kreisebene wiederbelebt.

Noch abgesperrt: Der Rasen hat noch eine Schonfrist von ungefähr zwei Wochen, in der er noch wachsen soll. Der Schulhof wird aber  schon zum Spielen in den Pausen genutzt. Foto: Marie Eckert

Am ersten Schultag läuft im Neubau alles noch ein bisschen gemächlicher. Der Schulhof wird gebührend ausgetestet, die Pause ein wenig überzogen – „das gehört zum ersten Schultag dazu“, sagt Dohmen. Es gibt einen Informatikraum, jeweils einen Raum für Musik und Naturwissenschaften, einen Kunst- und Werkraum, einen Multifunktionsraum etwa für Yoga und Judo und die Lehrküche. Außerdem gibt es noch zwei Räume für die Schulsozialarbeiter: Die sind groß und hell. In einem der Räume steht ein großer Tisch. Der ist für Schüler gedacht, die gerade in Ruhe arbeiten wollen oder in ihrer Klasse in diesem Moment nicht klarkommen, sagt Dohmen. Der andere ist gegenüber und fürs Spielen gedacht, eingerichtet mit einem Kicker und mit viel Lego bestückt.

Es riecht neu

Im ganzen Haus riecht auf die Art neu, die durchaus angenehm ist. Der Schulleiter muss sich selbst manchmal noch ein bisschen im großen Gebäude orientieren, wenn er die einzelnen Räume aufschließt und zeigt, wie es in ihnen aussieht – sehr hell, groß und modern. Die Tafeln bestehen zu einem Großteil aus einem Mediaboard, also eine Art digitale Tafel, die mit Berührungen bedient wird. Die Flügel sind, wie früher, ausklappbar und noch traditionelle Tafeln, mit Schwamm und Kreide. Alles, sagt Dohmen, sei auf dem neuesten Stand. Es ist nicht schwierig, ihm seine Freude darüber anzumerken.

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