Dietmund Bellinghausen macht das Wesen der Menschen sichtbar

Vernissage : Fotograf Dietmund Bellinghausen macht das Wesen der Menschen sichtbar

Über drei Wochen waren Fotograf Dietmund Bellinghausen aus Waldfeucht-Haaren und seine Frau Uschi in den sechs Alten- und Pflegeheimen, die zum Verbund „Starke Partner – Pflegenetz im Kreis Heinsberg“ gehören, unterwegs, um dort die Erinnerungen alter Menschen im Bild festzuhalten. Jetzt wurde die Wanderausstellung mit seinen Werken eröffnet.

Johann Huben, 99 Jahre alt, erinnert sich gerne an das große Holzkreuz, das er einmal geschnitzt hat. Erna Peters, schon 104 Jahre alt, beschreibt mit eindrucksvoller, ebenfalls im Foto festgehaltener Gestik, ihre Liebe zum Tanz. Über drei Wochen waren Fotograf Dietmund Bellinghausen aus Waldfeucht-Haaren und seine Frau Uschi in den sechs Alten- und Pflegeheimen, die zum Verbund „Starke Partner – Pflegenetz im Kreis Heinsberg“ gehören, unterwegs, um dort die Erinnerungen alter Menschen im Bild festzuhalten.

Insgesamt 18 Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Großformat sind so entstanden, die nach der Vernissage in der Heinsberger Christuskirche jetzt als Wanderausstellung auch in den beteiligten sechs Einrichtungen zu sehen sein werden. Nirgendwo sonst seien wohl mehr Erinnerungen auf einem Fleck versammelt als in einem Alten- und Pflegeheim, bemerkte Daniel Beckers als Sprecher des Pflegenetzes in seiner Begrüßung.

Hobby zum Beruf gemacht

Bellinghausen (68), der vor vier Jahren seine Passion zum Beruf gemacht habe, sei in diesen „Hochburgen der Erinnerungen“ unterwegs gewesen, um seinem Anspruch folgend nicht nur schöne, sondern auch gute Fotos zu machen. Keines der in der Ausstellung zu sehenden Bilder sei nachbearbeitet worden, versicherte Beckers den Zuhörern, die zur Vernissage gekommen waren. Dabei sei es Bellinghausen gelungen, das Wesen der Menschen in den Aufnahmen sichtbar zu machen, was „die höchste Kunst der Fotografie“ sei.

Die Idee zu der Ausstellung sei entstanden, als sein Vater im August 2016 gestorben sei, erklärte Bellinghausen. Dessen Passion sei das Billardspiel gewesen. Noch bis vor seinem Tod habe sein Vater in der offizellen Meisterschaft in Limburg in den Niederlanden gespielt und um Punkte für seine Mannschaft gekämpft.

Er habe dann Volker Kratz, Geschäftsführer der Alten- und Pflegeheime St. Josef mit Sitz in Höngen angesprochen mit seiner Idee für die Ausstellung, so Bellinghausen weiter. Klar, dass es jetzt in der Ausstellung auch ein Foto von seinem Vater mit seiner Billard-Queue gibt.

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