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Diebstähle aus Kirche in Kuckum: Die Schützen loben eine Belohnung aus

Diebstähle aus Kirche in Kuckum : Die Schützen loben eine Belohnung aus

Nach zwei Einbrüchen in die Kuckumer Kirche, bei denen diverse liturgische Gegenstände gestohlen wurden, hat die St.-Antonius-Schützenbruderschaft eine Belohnung von 1000 Euro für die Wiederbeschaffung ausgelobt.

Der Ort Kuckum befindet sich derzeit mitten in der Umsiedlung, in den vergangenen Monaten wurden nach Angaben des Ortsausschusses zudem viele bereits leerstehende Häuser aufgebrochen.

Aus den Häusern wurde demnach vor allem Buntmetall entwendet, dabei wurde oft die Grundsubstanz der Häuser durch Wasser stark in Mitleidenschaft gezogen. „Der neue Eigentümer der Umsiedlerhäuser ist die Firma RWE. RWE hat anscheinend kaum Interesse, diese Häuser gegen Plünderer zu schützen“, so die Schützenbruderschaft in einer Stellungnahme zu den jüngsten Einbrüchen und Diebstählen.

„Die in Kuckum noch lebenden Bürger fühlen sich nicht mehr sicher, obwohl die bergbauliche Inanspruchnahme, wenn überhaupt, dann erst ab 2027 stattfinden soll und sie bis dahin das Recht haben, dort in Sicherheit zu leben. Im Rahmen der Sozialverträglichkeit erwarten wir alle, das auch im Umsiedlungsgebiet Recht und Ordnung herrschen.“

Verstöße von Klimaschützern würden derzeit sehr restriktiv geahndet, „Straftaten krimineller Einbrecher bleiben jedoch ungeahndet. Das ist nicht hinnehmbar“, betonen Beate Zurmahr vom Ortsausschuss und Hans-Josef Dederichs, Brudermeister der Schützenbruderschaft.

Ihrem Selbstverständnis und ihrer Tradition nach sehe sich die St.-Antonius-Schützenbruderschaft als Beschützerin der Kuckumer Kirche, so die Schützen. „Leider konnten wir die Einbrüche nicht verhindern. Wir werden jedoch versuchen, Hinweise zum derzeitigen Aufenthaltsort der Gegenstände zu erlangen.

Dabei haben diese vergoldeten Metallskulpturen und Gefäße einen eher ideellen Wert, weder künstlerisch noch materiell haben diese Gegenstände einen hohen Wert. Trotzdem gehören sie in unser Dorf, es ist unser Gemeinschaftseigentum – und für uns Kuckumer bilden diese Dinge eine Brücke in unsere Vergangenheit.“

Daher lobt die St.-Antonius-Schützenbruderschaft eine Belohnung von 1000 Euro für die Wiederbeschaffung der Gegenstände aus. Hinweise an Beate Zurmahr, 0170/6581336, bea.zurmahr@gmx.de, oder Hans-Josef Dederichs, 0175/3448114, hansjosefde@t-online.de.