Selfkant-Tüddern: „Der Selfkant“: Eine Verbesserung der Dorfgemeinschaft

Selfkant-Tüddern: „Der Selfkant“: Eine Verbesserung der Dorfgemeinschaft

Es war ein ganz besonderer Moment, den die Anwesenden im Sitzungssaal des Rathauses Tüddern jetzt erlebten. Mehr als 50 Gäste waren zum Startschuss des Kümmerer-Netzwerkes „Der Selfkant“ erschienen und wurden durch Hans-Hubert Ruers, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Selfklant, begrüßt.

Unter dem Leitsatz „Not sehen und handeln“ zögerte die Caritas keine Sekunde, als angefragt worden war, ob man als Trägerschaft dieses Projektes übernehmen wolle. Als diese Idee in Form einer organisierten Hilfe im Rahmen der Leaderförderung (Förderung aus dem Landwirtschaftsfonds durch Mittel der Europäischen Union für die Entwicklung des ländlichen Raumes) vorgeschlagen wurde, habe es zunächst vereinzelt Gelächter gegeben, hieß es. Doch die Idee überzeugte, wurde mit ins Leaderboot genommen und als förderungswürdig angesehen.

Hilfe wird vermittelt

Die Grundidee bestand darin, eine Hilfe für Jung und Alt zu organisieren. Das Netzwerk richtet sich somit an alle Generationen und ist ein Angebot der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung. In dem Netzwerk sehen die Verantwortlichen eine Verbesserung der Dorfgemeinschaft und mehr Lebensqualität im ländlichen Raum. Ob Hausaufgabenbetreuung durch ehemalige Lehrer, Fahrdienste zum Arzt oder Hilfe beim Einkauf: Von dem Projekt solle möglichst jeder profitieren, sagte Projektleiterin Bärbel Windelen bei der Vorstellung des Netzwerkes: „Jeder kann mitmachen und Hilfe anbieten oder erbitten.

Unter strenger Beachtung der Schweigepflicht wird der Kontakt untereinander, bei individueller Hilfeanfrage über die Koordinatoren, vermittelt“, sagte Windeln. Genau diese Koordination übernehmen Dorothea Hagen, Ursula Hughes (beide aus Selfkant) und Anneliese Lippoldt (Waldfeucht). Für alle drei Gemeinden gilt die Rufnummer Telefon 02454/5828999 (immer die Vorwahl mitwählen, auch im Bereich Gangelt). Auch unter post@kuemmerer-netzwerk.de oder www.kuemmerer-netzwerk.de kann Kontakt aufgenommen werden.

Wertvolle Kontakte

Als Antreiber des Projektes dankte Windeln Dorothea Blohm, Walburga van Heel, Rainer Mansel und Hartmut Priemer. Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen sah wie Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen und Hans-Hubert Ruers (stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Selfkant) in dem Netzwerk ein goldenes Leaderprojekt. Das Netzwerk verzeichnet derzeit rund 20 sogenannte Kümmerer.

Die Teilnehmer des Projekts streben an, in Zukunft zwei Kümmerer pro Ort in ihren Reihen zählen zu können. Schon bald soll sich dieser Traum erfüllen. Das Zusammentreffen im Rathaus war jedenfalls unter dem Strich ein großer Erfolg — denn noch am Abend konnten einige Kontakte geknüpft werden.

(agsb)
Mehr von Aachener Nachrichten