Der Ruruferradweg wird schöner

Touristisches Potenzial erhöhen : Der Ruruferradweg soll schöner werden

Das Projekt „Raderlebnis RUR“ erarbeitet der Kreis Heinsberg gemeinsam mit dem Kreis Düren und der StädteRegion Aachen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Projektaufrufes „Erlebnis.NRW – Tourismuswirtschaft stärken“ und hat die Aufwertung des RurUfer-Radweges, der aktuell als 3-Sterne-Radweg eingestuft ist, zum Ziel.

Das Gesamtvolumen der Förderung über eine Projektlaufzeit von drei Jahren bis März 2020 beläuft sich auf 4,7 Millionen Euro. Der Anteil für den Kreis Heinsberg beträgt 650.000; der Eigenanteil 130.000 Euro.

Patricia Thiel vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung des Kreises Heinsberg stellte im Ausschuss für Umwelt und Verkehr den aktuellen Stand der Projektumsetzung im Kreis Heinsberg vor. Das Projekt sieht vor Wegeabschnitte des RurUfer-Radweges zu optimieren und Rastplätze als Erlebnisorte zu gestalten. Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit sollen das touristische Potenzial erhöhen und kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen. Der Verein Grünmetropole, in dem Aachen, Düren und Heinsberg vertreten sind, tritt gegenüber der Bezirksregierung als Antragsteller auf.

Die Wegeoptimierung solle, so Patricia Thiel, in fünf Bauabschnitten 2019 erfolgen. Geplant sind Arbeiten am RurUfer-Radweg bei Brachelen (350 Meter), bei Hilfarth (220 Meter), bei Unterbruch/Rohmen (550 Meter), bei Steinkirchen (580 Meter) und bei Effeld (260 Meter). Das Inszenierungskonzept im Rahmen des Förderprojektes „Raderlebnis RUR“ sieht Erlebnisorte vor, deren Gestaltung der Bietergemeinschaft BTE Tourismusberatung und MSP ImpulsProjekt übertragen wurde. „Erlebnisorte durch Storytelling“ lautet das Stichwort, das dem Radfahrer neben der sportlichen Betätigung und der Naturerfahrung ein zusätzliches Erlebnis verschaffen soll. In einem Kreativworkshop, so Thiel, seien einige Ideen erarbeitet worden. Für den Kreis Heinsberg haben man unter anderem die Themen „Biber – Erfolgsgeschichte oder Plage“ und „Grenzschmuggel“ ermittelt. Der Erlebnisort „Grenzschmuggel“ soll am Abschnitt des Radweges eingerichtet werden, der vorbeiführt am Effelder Waldsee hin zur deutsch-niederländischen Grenze. Am Teilstück Hilfarth/Millich soll die Begradigung der Rur zum Thema eines Erlebnisortes werden.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bericht der Verwaltung“ sprach Günter Kapell, Leiter des Amtes für Umwelt und Verkehrsplanung, ein etwas „anrüchiges“ Thema an, die Gülleeinfuhr aus den Niederlanden. Der Ausschuss habe, so Kapell, in seiner letzten Sitzung gefordert, die Verwaltung möge das Thema im Auge behalten, obwohl die Zuständigkeit ja bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfallen liege. Auf ministerieller Ebene sei das Thema behandelt und in Folge das Personal verdoppelt worden. Kapell sieht eine Chance das Problem in den Griff zu bekommen, darin, die Importe aus dem Ausland in die deutsche Datenbank einzugeben. Dann wäre man einen Schritt weiter.

Gülle sei aber nun einmal ein Produkt, das ohne Grenzkontrollen gehandelt werde. Dr. Ferdinand Schmitz (CDU) bat, einmal bei der Landwirtschaftskammer nachzufragen, wie viele Kontrollen 2018 durchgeführt worden seien und welches Ergebnis diese ergeben hätten, um schließlich beurteilen zu können, ob Handlungsbedarf bestehe. Günter Kapell musste allerdings darauf verweisen, dass genauere Daten, als die in der letzten Sitzung vorgestellten, wohl nicht zu erhalten seien. Dies habe ihm Dr. Hoffmann von der Landwirtschaftskammer gerade noch einmal bestätigt. Kapell meinte, es lägen wohl keine kreisbezogenen Daten bei der Landwirtschaftskammer vor. Ferdinand Schmitz entgegnete: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kammer nicht weiß, wo sie kontrolliert hat.“ Josef Schmitz (CDU) regte an, einmal auf anderem Wege bei der Kammer vorzusprechen.

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