1. Lokales
  2. Heinsberg

Unfallklinik Erkelenz: Der neue Chefarzt heißt Armin O. Scholz

Unfallklinik Erkelenz : Der neue Chefarzt heißt Armin O. Scholz

Die Unfallklinik des Hermann-Josef hat einen neuen Chefarzt. Armin O. Scholz übernimmt die Stelle von Michael Zander, der sich nach 23 Jahren am Hermann-Josef Krankenhaus als Chefarzt der Unfallklinik zur Ruhe setzt.

Mit dem neuen Chef kommt auch eine neue Ausrichtung auf die Klinik zu, denn Scholz kündigte an, dass gemeinsam mit der Klinik für Geriatrie ein Alterstraumazentrum gegründet wird.

Mit einer Andacht in der Krankenhauskapelle und einem Empfang im Foyer des Ärztezentrums an der Tenholter Straße wurden Zander verabschiedet und Scholz empfangen. Verwaltungsdirektor Jann Habbinga betonte, dass Zander sich intensiv an der Suche nach einem Nachfolger beteiligt habe.

Der 1951 in Essen geborene Facharzt hatte zuerst ein Studium der Geschichte und Philosophie begonnen, um sich dann der Medizin zuzuwenden. 1988 erhielt er seine Anerkennung als Facharzt der Chirurgie und übernahm 1995 die Leitung der Abteilung in Erkelenz. Der ärztliche Direktor Harry Elsbernd beschrieb Zander als einen durchaus musisch interessierten Menschen, der sein Handwerk ausgezeichnet beherrsche, aber vor allem durch seinen Innovationswillen Zeichen gesetzt habe. Er bezeichnete Zander als „strategischen Denker“. 2014 hat er die Chirurgie am Hermann-Josef-Krankenhaus aufgeteilt in die Unfall- und die Viszeralchirurgie, deren Leitung Raphael Rosch übernahm. Mit Scholz soll nun eine weitere Entwicklung hin zur Spezialisierung folgen.

Bürgermeister Peter Jansen dankte Zander in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann-Josef-Stiftung und bescheinigte ihm, bei aller Hektik im Klinikalltag immer ein offenes Ohr für seine Patienten gehabt zu haben. „Die Ambulanz konnte voll sein, doch Michael Zander nahm sich die Zeit, den Menschen zuzuhören“, erklärte Jansen. Auch sein trockener Humor sei typisch für Zander.

Auch Armin O. Scholz hat die letzte Zeit mit Zuhören verbracht, denn der vierfache Familienvater besuchte seine zukünftige Arbeitsstelle oft, um mit den Kollegen und Mitarbeitern Gespräche zu führen. Denn wenn er die Klinik auf einen neuen Weg führen will, muss er die Kollegen früh mitnehmen.

In dem Alterstraumazentrum sieht er eine gute Ausrichtung auf zukünftige Aufgaben, wie er kurz erläuterte. Knochenbrüche im Alter sollen zukünftig interdisziplinär behandelt werden, wofür Chirurgie und Geriatrie enger verzahnt zusammenarbeiten sollen.

Sein Rüstzeug erwarb sich Scholz im Studium in Rostock, Essen und Aachen. Der gebürtige Grevenbroicher ist Facharzt für Orthopädie und Chirurgie und war auch Notarzt in einem Rettungshubschrauber.