Heinsberg: „Der Fall Luther“ als Schauspiel auf der Bühne

Heinsberg : „Der Fall Luther“ als Schauspiel auf der Bühne

„Der Fall Luther“ heißt das Theaterstück, mit dem am Dienstag, 17. Oktober, 20 Uhr, die Landesbühne Rheinland-Pfalz in der Begegnungsstätte Heinsberg gastiert. Im Rahmen der Abo-Reihe A der Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg wird passend zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags in Wittenberg ein Schauspiel von Karlheinz Komm aufgeführt.

In einer Gerichtsverhandlung und in szenischen Rückblenden in das Leben des großen Reformators soll geklärt werden, ob Dr. Martin Luther durch seine Worte und Schriften den Aufstand der Bauern mit initiiert hat. Martin Luther arbeitet als Theologie-Professor an der Universität Wittenberg. Er beschäftigt sich intensiv mit der Bibel und wird immer unzufriedener mit den Regeln und Bräuchen seiner katholischen Kirche.

Der Ablasshandel stört ihn besonders: Anstatt zur Beichte zu gehen, verkaufen die Priester den Gläubigen teure Ablassbriefe, mit denen sie sich von ihren Sünden frei kaufen können. Luther stört auch, die Allmacht des Papstes und das Eheverbot der Priester. Um seine Bedenken der Kirche mitzuteilen, schreibt er 95 Thesen, in denen er darlegt, wie der Glaube laut der Bibel ausgeübt werden sollte.

Gefährliche Gedanken

So ein Denken und den Papst infrage zu stellen, das ist gefährlich. Luther wird exkommuniziert, gilt als vogelfrei, versteckt sich als „Junker Jörg“ auf der Wartburg und stellt in dieser Zeit die Bibelübersetzung ins Deutsche fertig.

Unterdessen spitzt sich die Situation zwischen Bauern und Kirche immer weiter zu. Entgegen Luthers Absicht kommt es zur Kirchenspaltung.

Eintrittskarten sind zum Preis von 13 Euro für Erwachsene und fünf Euro für Schüler und Jugendliche beim Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heinsberg, Rathaus, Apfelstraße 60 in Heinsberg, Zimmer 502, Telefon 02452/14191, sowie an der Abendkasse erhältlich