Heinsberg-Randerath: Das neue Randerather Wahrzeichen „Grasbürger“ ist aus Metall gelasert

Heinsberg-Randerath : Das neue Randerather Wahrzeichen „Grasbürger“ ist aus Metall gelasert

Unter fachkundiger Leitung von Lucky König und Helmut Keulen setzten Mitglieder des Randerather Ortsrings auf der Grünfläche zwischen Hermannsstraße und Apotheker-Eckartz-Weg eine neue Statue auf. Der Entwurf stammt von dem Randerather Heimatforscher Santosh Pinto und stellt den „Grasbürger“ dar, die Symbolfigur nach dem Necknamen für die Bewohner Randeraths.

Die etwa 170 Zentimeter große Figur wurde aus einer 15 Millimeter dicken, gesandstrahlten Stahlplatte gelasert und in einen Betonsockel eingelassen. Um sie herum wird noch eine 210 mal 130 Zentimeter große Fläche mit Natursteinen gepflastert. Woher der Name „Grasbürger“ rührt, ist nicht eindeutig zu belegen. Einerseits ist überliefert, dass die Randerather Bürger von den Bauern der Umgebung als „Grasbürger“ bezeichnet worden sein sollen, weil sie bis Ende des 18. Jahrhunderts überwiegend von der Grünlandwirtschaft lebten, obwohl sie dem Bürgerstand angehörten, da Randerath zu jener Zeit Stadtrechte besaß.

Andererseits sollen die Randerather Bürger „Grasbürger“ genannt worden sein, weil im 18. Jahrhundert die alten Stadtmauern immer mehr zerfielen und die Bürger Randeraths den auf der Mauerkrone sich ständig ausbreitenden starken Grasbewuchs nicht aufhalten konnten. Egal, welchen Ursprung die Bezeichnung „Grasbürger“ letztlich haben mag, heute gehört sie zu Randerath und soll nicht zuletzt durch die Aufstellung der neuen Statue präsent bleiben.

Aber nicht nur neue Projekte werden vom Randerather Ortsring zur Verschönerung des Ortes regelmäßig in Angriff genommen. Das ganze Jahr über sind die Mitglieder unter anderem mit Pflegemaßnahmen und Mäharbeiten an den Grünflächen im Ort und entlang des Wanderwegenetzes befasst.

(red)