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100 Jahre St. Aloysius: Das ganze Leben in einem Konzert

100 Jahre St. Aloysius : Das ganze Leben in einem Konzert

Zum 100-jährigen Pfarrbestehen von St. Aloysius stellte die Sopranistin Natalie Diart mit ihrer Gesangsklasse, bei einem Gastkonzert in der Oberbrucher Pfarrkirche, ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis.

Es war ein Konzert der leisen Töne, vielseitig, mit Liedern von Barock bis Moderne, geprägt von religiös orientierten Texten, die gekonnt moderiert von Eva Maria Koch den Zuhörern erläutert wurden.

Die „besinnlich kleine musikalische Auszeit“, wie Natalie Diart in ihrer Begrüßung das abwechslungsreiche Gastkonzert ankündigte, zeigte, dass die Sängerinnen und Sänger viele Genres beherrschen.

Klavier, Gitarre und Flöte

Hervorragend wurden sie begleitet am Klavier von Elena Schmidt, mit der Gitarre von Stefan Reiners und mit der Querflöte von Maria Luise Gerhards. Die Auswahl der Lieder war gekonnt zusammengestellt und versprach einen gelungenen Konzertabend. Ein Versprechen, das gehalten wurde und für die Zuhörer ein musikalischer Genuss war: Sängerinnen und Sänger, Ensembles, Solistinnen, Solisten und Instrumentalisten sowie melodiöse Stimmungen von tief-ernst bis leicht-beschwingt, das ganze Leben in einem Konzert.

Sara Philippen (Sopran) und Natalie Diart (Mezzosopran) eröffneten das Konzert mit dem Duett „Ich harret des Herrn“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Sopranistinnen Aylin von der Ruhr, Thao My Le, Giulia Busch, Stephanie Leicher, Anja Böttrich, Theresa Baltes, Erika Lowis, Anne Görtz sowie der Tenor Ralf Koch und der Bariton Harald Jaquet sangen klassische Lieder im Solo, als Duett oder im Terzett von Mozart, Händel, Haydn, Humperdink und Mendelssohn, moderne Songs von Goodall, McBroom, Schwartz, Lindenberg und Jackson und im Ensemble Titel von Tallis und Chilcott. Alle zeigten dabei nicht nur ihr außerordentliches Talent, sondern auch ihren Reichtum an Ausdruck in den unterschiedlichsten Klangfarben.

Die Begleitung am E-Piano erfolgte ebenfalls meisterlich durch die kurzfristig eingesprungene Pianistin Elena Schmidt, die die einzelnen Orchesterstimmen in ihrer spezifischen Art unbeschreiblich gut wiedergab und somit das Fehlen eines Orchesters vollständig vergessen ließ.

Natalie Diart forderte sich selbst und ihren jungen Schülerinnen einiges an stimmlichem Stehvermögen ab, stellte hohe Ansprüche an Klarheit und Schönheit der Stimmen, ihrer Ausdrucksstärke und Harmonie. Doch was sie forderte, bekam sie auch, und als Gratisbeigabe ein hellauf begeistertes Publikum, das viele emotionale Momente während des Gastkonzertes erleben durfte. Allen Mitwirkenden wurde dann auch mit intensivem Applaus und Standing Ovations herzlichst gedankt.