Erkelenz: Das alte Rathaus ist wieder ein Schmuckstück

Erkelenz: Das alte Rathaus ist wieder ein Schmuckstück

Das Alte Rathaus erstrahlt schon bald in neuem Glanz. Das Dach ist neu gedeckt, die Arkaden wurden saniert und geöffnet und die Außenmauern neu gestrichen. Auch der Trafo ist abgebaut und an die benachbarte Pfarrkirche St. Lambertus verlegt worden.

Die Malerarbeiten dauern noch an, werden aber in den nächsten Tagen auch beendet sein. Dann endlich kann der Bauzaun verschwinden, an den sich die Erkelenzer in den letzten vier Monaten schon gewöhnt hatten. Die ganze Maßnahme hat rund 270.000 Euro gekostet, von denen knapp 70 000 Euro aus Landesfördermitteln stammen.

Doch vor allem abends kann man die Veränderungen weithin sehen, wenn die an der Fassade angebrachten LED-Strahler das historische Gebäude in ein sanftes Licht tauchen. Mit dem Bau des Rathauses wurde 1541 begonnen, nachdem ein Brand sein Vorgängergebäude zerstört hatte. Mit den Arbeiten wurde der Viersener Steinmetz Jan van Vyrß beauftragt, der rund fünf Jahre an dem Gebäude arbeitete.

Schon damals waren die offen liegenden Arkaden charakteristisch für den spätgotischen Backsteinbau. 1756 wurden das Gebäude umgebaut und die Arkaden teilweise geschlossen, um mehr Raum für die Verwaltung zu schaffen. In den Arkaden wurden auch Arrestzellen geschaffen, die bis ins 20. Jahrhundert hinein existierten.

Der zweite Weltkrieg hätte beinahe das Ende des geschichtsträchtigen Gebäudes bedeutet. Bereits 1940 wurde der Dachstuhl von einer Fliegerbombe getroffen und zerstört.

Am 23. Februar 1945 wurde das Rathaus von Bomben schwer getroffen und so diskutierte man nach dem Krieg den Abriss der Ruine, bevor sich 1948 eine Gruppe Freiwilliger an die ersten Aufräumarbeiten machte. Am 18. Januar 1956 konnte das neue Alte Rathaus offiziell eingeweiht werden.

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