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Offene Jugendarbeit: Corona-Pandemie stellt alles auf den Kopf

Offene Jugendarbeit : Corona-Pandemie stellt alles auf den Kopf

Das ganze Land bekommt die Corona-Pandemie zurzeit gewaltig zu spüren. So auch die offene Jugendarbeit in der Gemeinde Selfkant.

Mit der aktuellen Situation hat auch die Leitung der Jugendeinrichtung „Alte Schule“ in Höngen, Denise Geilenkirchen, zu kämpfen. Die Sozialarbeiterin leitet seit Jahresbeginn die Einrichtung und hatte aufgrund der Pandemie bisher nur wenige Möglichkeiten, die Kinder und Jugendlichen kennenzulernen.

„Doch eine gelungene Beziehungsarbeit, die der wichtigste Bestandteil der Jugendarbeit ist, braucht Zeit und einen regelmäßigen persönlichen Kontakt“, sagt Denise Geilenkirchen. Um richtig Fuß zu fassen, waren mehrere Ferienspiele und Projekte geplant – mit zumeist handwerklichen und künstlerischen Schwerpunkten, die einen Bezug zur Umwelt und zur Nachhaltigkeit haben. „Doch aufgrund von Corona können die Projekte jetzt in der geplanten Form nicht stattfinden. Von heute auf morgen musste sich die ganze Art und Weise der Jugendarbeit verändern. So auch die geplanten und vorbereiteten Projekte“, so die Sozialarbeiterin.

Gerade in dieser Zeit sei es wichtig, dass Kinder und Jugendliche Ausgleich finden. Denise Geilenkirchen: „Ein offener Treff bietet normalerweise Möglichkeiten, Dampf abzulassen und sich auszuprobieren – etwa fürs Spielen, Tanzen, Kickern, Quatschen.“ Nun sind Alternativen – ebenso für die Außenstelle „Arearea“ in Tüddern – gefragt.

Diese bestehen aktuell aus einer Digitalisierung der Angebote. Zum einen bieten die sozialen Plattformen wie Facebook und Instagram eine Möglichkeit, sich auch ohne ein körperliches Gegenüberstehen austauschen zu können; zum anderen können sie als Plattformen dienen, um Material hochzuladen. So sind zum Beispiel zwei Projekte in die digitale Welt verlagert worden: Es wird ein mehrteiliger Handlettering-Kurs, also künstlerisches Kalligraphieren, in Videoform hochgeladen, sowie eine Bauanleitung für ein Vogelhäuschen.

Natürlich ist es aber auch möglich, sich einfach so mit Fragen, Sorgen, Problemen und Anregungen über die genannten Plattformen zu melden“, sagt Denise Geilenkirchen. Für sie steht fest: „Ich möchte da sein und zuhören können, auch wenn es noch eine riesige Hürde für die Besucher ist, sich online an mich zu wenden.“ Hierfür steht die Sozialarbeiterin per Mail unter ash-selfkant@t-online.de, per sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook oder direkt telefonisch unter 0179/4568934 zur Verfügung.

(red)