Erkelenz: Comenius-Projekt: Mathematik ist die gemeinsame Sprache

Erkelenz: Comenius-Projekt: Mathematik ist die gemeinsame Sprache

Um einen spielerischen Zugang zur Mathematik geht es beim europaweiten Comenius-Projekt, an dem auch die Erkelenzer Europaschule teilnimmt. Derzeit sind Abordnungen des Turiner „Istituto di Istruzione Superiore G. Giolitti“ und der „Castle Rock High School“ aus dem englischen Leicestershire in Erkelenz zu Gast, um die nächsten gemeinsamen Schritte des Projektes zu besprechen und zu planen.

Die Idee hinter dem Projekt stammt ursprünglich aus der Türkei und sieht zuerst nationale und dann internationale Mathematikspiele vor, bei denen sich die Schüler messen und Spaß an Mathe erhalten können.

Anfangs hatten sechs Schulen einen entsprechenden Förderantrag gestellt. Drei wurden jedoch nicht bewilligt, darunter auch der Antrag der türkischen Ideengeber. „Das Projekt zielt darauf ab, ein Mathe-Labor einzurichten, welches strategische Gedankenspiele einbezieht“, erklärte Schulleiter Willi Schmitz. „Die Gedankenspiele werden von den Schülern selbst entwickelt.“ Am Ende des zweijährigen Projektes soll es in jeder Schule ein Mathematik-Labor geben, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, ihre Kreativität und Vorstellungskraft einzubringen.

Bei einem zweiten Treffen im April in England sollen weitere Spielmöglichkeiten erarbeitet werden. Danach treten dann Schüler, Lehrer und auch Eltern im Mathewettstreit bei weiteren Besuchen gegeneinander an. Im März 2015 ist die Gruppe wieder in Erkelenz zu Gast.

Natürlich wurden die jungen Mathematiker aus Italien und England auch im Rathaus empfangen, wo Bürgermeister Peter Jansen den internationalen Gästen viel Wissenswertes über Erkelenz zu berichten wusste. Zum Beispiel die Tatsache, dass es hier mit dem Karneval insgesamt fünf Jahreszeiten gibt, rund 8000 Schüler in Erkelenz die Schulbank drücken und es ein umfangreiches Freizeit- und Kulturprogramm für Kinder und Jugendliche gibt.

Für die Europaschule wird das Projekt von Nese Demirgad betreut. Die Lehrerin zeigte sich erfreut über die große Bereitschaft der Schüler, sich auch außerhalb des Unterrichts mit mathematischen Themen auseinanderzusetzen. „Spiele vermitteln eine andere Art zu lernen“, erklärte sie am Rande des Empfangs im Rathaus. Gerade Schülern, die Mathematik als anstrengend empfinden, ermögliche der spielerische Umgang einen anderen Zugang zu mathematischen Themen, die man auch im täglichen Leben immer wieder antrifft, sagte Nese Demirgard.

Schulleiter Schmitz lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und hob die Möglichkeiten für die Schulen hervor, die sich aus dem Matheprojekt ergeben. „Mathematik ist eine Sprache, die jeder versteht“, betonte er und ergänzte, dass er selbst von Hause aus Mathelehrer sei.

Die Teilnahme an solchen Projekten sei eine Möglichkeit, den Schülern einen Blick über den Tellerrand in Richtung Europa zu vermitteln. „Europäisch denken und handeln“ sei eines der erklärten Ziele seiner Schule.

(hewi)