Heinsberg: Bundespräsident würdigt Blutspendeaktion als tolle Idee

Heinsberg : Bundespräsident würdigt Blutspendeaktion als tolle Idee

Beim Ehrenamt einfach mal fest eingefahrene Wege zu verlassen, kann auch einen Hobby-Kicker, wie der Heinsberger Nazim Yildirim einer ist, ganz schnell bundesweit berühmt machen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ihn für den 7. September zu seinem Bürgerfest ins Schloss Bellevue nach Berlin eingeladen, um sich bei ihm ganz persönlich für sein großes ehrenamtliches Engagement zu bedanken.

Bei Yildirim besteht dies in seiner Arbeit mit den ganz jungen Fußballern, den Bambinis, als Trainer beim 1. FC Heinsberg-Lieck, vor allem aber in seiner im wahrsten Sinne des Wortes etwas verrückten Idee, aus einem einfachen Blutspendetermin einen Wettbewerb zu machen. So geschehen im vergangenen Jahr, als er unter dem Motto „Verein(t) Leben retten“ zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zur Blutspende in die Heinsberger Realschule einlud und damit gleich rekordverdächtige Ergebnisse erzielte.

In nur vier Stunden kamen 163 Blutspenden zusammen, davon 63 Erstspenden. Nach den Erfahrungen des DRK sind es ansonsten bei normalen Terminen zwischen 80 und 100 Spenden, darunter vier bis sechs Erstspenden. Den Wanderpokal für die beste Mannschaft nahm der FSV 09 Geilenkirchen-Hünshoven mit. Er hatte sich mit 18 Blutspendern an der Aktion beteiligt.

Noch in diesem Monat geht diese erfolgreiche Idee, auf Landesebene, inzwischen schon mit dem Stern des Sports in Bronze geehrt, in die zweite Runde, gleich an zwei Orten: am Mittwoch, 15. August, in der Stadthalle in Erkelenz und eine Woche später, am Mittwoch, 22. August, in der Realschule in Heinsberg, jeweils von 15.30 bis 20 Uhr.

Besonders freut sich Yildirim, dass bei den beiden Terminen in diesem Jahr weitere Unterstützer mit von der Partie sind. In Erkelenz helfen der Fußballverein SC 09 und die Kultur GmbH der Stadt mit, die für diesen Zweck die Halle zur Verfügung stellt.

In Heinsberg sind der BC 09 Oberbruch und ebenfalls die Stadt mit im Boot. „90 Minuten können beim Fußball über das Schicksal einer Saison entscheiden. Zehn Minuten reichen hier, um ein Leben zu retten“, erklärte Yildirim bei der Präsentation der neuen Aktion.

Es gebe im Leben viele Wünsche, die nicht immer ganz leicht erfüllbar seien. Einer davon sei der nach Gesundheit. „Uns allen kann es einmal so gehen. Plötzlich sind wir in einer Situation, in der wir dringend Hilfe benötigen, weil unsere Gesundheit akut bedroht ist“, erklärte er und verband dies mit seinem Appell an alle gesunden Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Für das leibliche Wohl aller Teilnehmer ist dabei wieder gesorgt.

Freuen würden sich die Organisatoren, wenn alle Gruppen sich in den Farben oder mit den Wappen ihrer Vereine zu erkennen geben würden, „damit wir am Ende eine ganz bunte Truppe sind“, so Yildirim.

Auch dieses Mal wartet auf den Verein oder das Unternehmen, das mit den meisten Spendern teilnimmt, als ganz besondere Ehre der große Wanderpokal. Hinzu kommt ein kompletter Trikotsatz für eine Jugendmannschaft. Und auch in diesem Jahr ist die Aktion wieder mit einer Spende für soziale Projekte in Erkelenz und in Heinsberg verbunden, für die bereits insgesamt 3500 Euro zur Verfügung stehen. Vorschläge dafür nimmt Yildirim noch gerne entgegen per E-Mail an n.yildirim@gmx.de.

Im Vorfeld der Blutspendeaktion werden auch in diesem Jahr wieder die Bürgermeister aus den Städten Erkelenz und Heinsberg persönlich die Werbetrommel rühren und auf den Marktplätzen Flugblätter verteilen. Darüber freut sich Yildirim ebenfalls sehr. „Wir können mit dieser Aktion den Menschen, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat, das geben, was bei uns von Herzen kommt, unser Blut“, betont er.

Mehr von Aachener Nachrichten