Birder Kapelle in Hoengen besteht seit 160 Jahren

Festandacht in der Birder Kapelle : Glocken läuten hell und klar zum 160. Geburtstag

Ob das Glockengeläut wohl funktionieren würde? Schließlich ist es etwas in die Jahre gekommen, die Kapelle an der Birder Straße ist ja bereits 160 Jahre alt. Und so fieberte die Kapellengemeinschaft der Birder Kapelle nicht nur der Geburtstagsandacht entgegen, sondern wartete auch gespannt, ob die Glocken läuten würden.

Toni Meiers, Organisator des Festaktes, war sich bis zum Schluss nicht so ganz sicher. Aber dann riefen die Glocken gegen 13.45 Uhr am Sonntagnachmittag tatsächlich zur Andacht. „Wir haben an der Leine gezogen, es hat gleich funktioniert“, sagte Toni Meiers und lachte erleichtert. Und trotz des Schmuddelwetters folgten viele dem Ruf der Glocken und die kleine Kapelle war im Handumdrehen gefüllt.

Die Musiker und Musikerinnen der DHF (Die Höngener Fanfarenband), die die Andacht begleiteten, musizierten aus Platzgründen vor der Kapelle. Zelebriert wurde die Festandacht von Wilhelm Boon, der als Pastor bereits im Ruhestand ist. Er wohnt aber in unmittelbarer Nachbarschaft und es war ihm eine Ehre, diesen Festakt mitgestalten zu können.

Gemeindereferentin Sylke Seefeldt eröffnete die sehr feierliche Andacht und die Fürbitten sprach Rosi Borg. Nach der Andacht stand die eigentliche Kapellengemeinschaft aus Höngen im Mittelpunkt. Agnes und Gerhard Hagmanns, Elisabeth und Heinrich Hagmanns, Marga und Rainer Bronneberg, Agnes Donners, Finni Tholen und Herbert Vergossen wurden für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für den Erhalt der Kapelle durch Pastor Boon, Sylke Seefeldt und Toni Meiers ausgezeichnet.

Anschließend traf sich die Bevölkerung aus Höngen auf der kleinen Festwiese und trotz des Nieselregens war der Besuch gut. Die DHF-Band spielte auf der Wiese zum Kaffeekonzert auf, musste aber nachher aufgrund der anhaltenden Feuchtigkeit von oben Teil zwei der Konzertes abbrechen und sich unter den großen Sonnenschirmen sowie im Festzelt unterstellen.

Die Kapellengemeinschaft sowie Gottfried Engendahl als Höngens Geschichtsschreiber und Leiter der Kulturhauses Alte Schule können zwar auf eine umfangreiche Geschichte der Birder Kapelle zurückblicken, würden sich jedoch freuen, wenn diese Chronik erweitert werden würde. „Wir sprechen hier die ältere Generation an, vielleicht hat man hier und da weiteres Material“, sagte Gottfried Engendahl, der vor allem auf Bildmaterial von der Birgder Kapelle hofft.

Die Birgder Kapelle ist und war immer schon mehr als nur ein kleines Gotteshaus. Am regen Besuch merkte man, dass sie viel viele Höngener eine besondere Bedeutung hat. Heute finden monatliche Friedensgebete und Rosenkranzgebete in ihr statt.

Und es gab auch für die Kapelle Geschenke. Unter anderem spendete der Missionskreis ein Kreuz. Viele Höngener und Höngenerinnen stellten sich in den Dienste ihrer Kapelle, engagierten sich ehrenamtliche zum Beispiel am Kuchenstand sowie bei der Bewirtung.

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